Rheinmetall wächst kräftig dank europäischer Rüstungsmilliarden im Jahr 2025
Anna HuberRheinmetall wächst kräftig dank europäischer Rüstungsmilliarden im Jahr 2025
Rüstungsunternehmen Rheinmetall verzeichnet starkes Wachstum im dritten Quartal 2025
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat im dritten Quartal 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet. Umsatz und Gewinne des Unternehmens stiegen deutlich an, getrieben von den stark steigenden Militäretats in Europa. Regierungen auf dem gesamten Kontinent stocken ihre Verteidigungsausgaben auf – mit Deutschland an der Spitze.
Im dritten Quartal 2025 kletterte der Umsatz von Rheinmetall um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während der Gewinn pro Aktie in den ersten neun Monaten des Jahres um fast 42 Prozent zulegte. Auch die operative Marge verbesserte sich und stieg um 0,7 Punkte auf 12,9 Prozent. Der Auftragsbestand des Unternehmens wuchs um 23 Prozent und erreichte 63,8 Milliarden Euro.
Der deutsche Verteidigungshaushalt für 2026 wurde auf 129 Milliarden US-Dollar festgesetzt – ein Plus von 45 Prozent gegenüber 2025. Dies folgt auf einen Anstieg um 28 Prozent im Jahr 2025, als die Ausgaben auf 88,5 Milliarden US-Dollar stiegen. Seit 2015 hat sich das Budget damit um 89 Prozent erhöht. Die Bundesregierung plant weitere Steigerungen und peilt bis 2030 ein Volumen von 180 Milliarden US-Dollar an.
Rheinmetall hat in den vergangenen Jahren in ganz Europa neue Verträge abgeschlossen. Seit 2023 wurden Abkommen mit Tschechien über Artillerie-Munition, mit Rumänien über Schützenpanzer und mit Litauen über Munitionslieferungen finalisiert. Auch der moderne Kampfpanzer Panther KF51 des Unternehmens, der über Anti-Drohnen-Technologie verfügt, stößt auf großes Interesse.
Außerhalb Europas bleiben die USA unangefochtener Spitzenreiter bei den Militärausgaben. Der Verteidigungsetat für 2026 beläuft sich auf 999 Milliarden US-Dollar, wobei Präsident Trump für 2027 eine Steigerung auf 1,5 Billionen US-Dollar anstrebt. Analysten weisen darauf hin, dass große Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin von der weltweiten Zunahme der Verteidigungsinvestitionen profitieren.
Die finanzielle Entwicklung von Rheinmetall spiegelt die wachsenden militärischen Investitionen in Europa wider. Mit dem weiteren Ausbau des deutschen Verteidigungshaushalts und den bereits geschlossenen Verträgen ist das Unternehmen gut für anhaltendes Wachstum aufgestellt. Dieser Trend passt zu der allgemeinen Zunahme der Rüstungsausgaben weltweit.






