20 June 2026, 00:08

Solingen diskutiert über Härten und Chancen des neuen Gebäudeenergiegesetzes

Gerlinde Steingrüber (MIT): "Neues Heizungsgesetz macht alle zu Opfern"

Solingen diskutiert über Härten und Chancen des neuen Gebäudeenergiegesetzes

Aktuelle Diskussion in Solingen zeigt weitreichende Folgen des neuen Gebäudeenergiegesetzes

Eine kürzliche Veranstaltung in Solingen rückte die tiefgreifenden Auswirkungen des neuen deutschen Gebäudeenergiegesetzes in den Fokus. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU hatte dazu in das Forum der Stadt-Sparkasse in Ohligs eingeladen, wo Experten über die wachsenden wirtschaftlichen Bedenken im Zusammenhang mit dem Gesetz diskutierten.

Anstelle von Ministerin Ina Scharrenbach nahm Nordrhein-Westfalens Staatssekretär Daniel Sieveke an der Diskussion teil. Er betonte, dass das Gesetz nahezu jeden Bürger betreffe, da es Eigentümer zu Investitionen in moderne Heizsysteme verpflichte. Dies habe direkte Konsequenzen für die Altersvorsorge, da Immobilien für viele ein zentraler Baustein der finanziellen Absicherung seien.

Sieveke unterstrich zwar die Dringlichkeit des Klimaschutzes, warnte jedoch vor überstürzten Regulierungen, die Haushalte überfordern könnten. Dr. Werner Fliescher vom Eigentümerverein Haus & Grund Düsseldorf kritisierte das Gesetz als „alles andere als verbraucherfreundlich“. Zwar seien die Installationen von Wärmepumpen in den vergangenen Jahren stark gestiegen, doch die aktuelle Unsicherheit führe nun zu einem Nachfragerückgang.

Frederik Schacht, Vertreter der Solinger Stadtwerke, skizzierte die Fortschritte der Stadt bei der Wärmeplanung. Die Kommune habe bereits Stadtteile identifiziert, die sich für den Anschluss an Fernwärmenetze eignen. Henner Pasch, Geschäftsführer der fourtexx GmbH und Präsident der IHK, plädierte für eine stärkere Digitalisierung, um die Heizkosten zu senken.

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Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der CDU-MIT in Solingen, schloss die Diskussion mit der Feststellung, dass das Gesetz mehr Fragen aufwerfe als es Antworten gebe. Es werde Politik und Bürger noch längere Zeit beschäftigen.

Das neue Gebäudeenergiegesetz wird die Art und Weise, wie die Deutschen ihre Häuser beheizen, grundlegend verändern. Es schreibt verpflichtende Investitionen vor, die Immobilienwerte und Haushaltsbudgets beeinflussen werden. Kommunen und Unternehmen arbeiten nun daran, sich an die Vorgaben anzupassen – und dabei die Kosten so gering wie möglich zu halten.

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