25 June 2026, 18:02

Solingen diskutiert umstrittene Senkung der Klassenzimmertemperaturen auf 19 Grad

FDP: K"{u}hler nicht auf 19 Grad runter

Solingen diskutiert umstrittene Senkung der Klassenzimmertemperaturen auf 19 Grad

Der Stadtrat von Solingen erwägt einen Plan, die Klassenzimmertemperaturen in diesem Winter auf 19 Grad Celsius zu senken. Eine endgültige Entscheidung soll nach den Herbstferien fallen. Der Vorschlag hat unter lokalen Politikern und Bildungsexperten eine Debatte ausgelöst.

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Die Freie Demokratische Partei (FDP) lehnt die Idee ab. Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat, argumentierte, dass ein Alleingang das falsche Signal senden würde. Zudem verwies er darauf, dass der Plan gegen die deutsche Arbeitsstättenverordnung verstoßen würde, die eine Mindesttemperatur von 20 Grad in Klassenzimmern vorschreibt.

Die Nachbarstädte Wuppertal und Remscheid haben bereits beschlossen, die Temperaturen in ihren Schulen nicht zu senken. Unterdessen warnte Raoul Brattig, Vorsitzender des Schulausschusses, dass Schülerinnen und Schüler durch das häufige Lüften während der Pandemie bereits genug Belastungen ausgesetzt waren. Er betonte, sie dürften in der Energiekrise nicht weiter benachteiligt werden.

Die FDP befürwortet stattdessen andere Energiesparmaßnahmen an Schulen, darunter Kampagnen gegen das Heizen bei geöffneten Fenstern und die Reduzierung unnötiger Lüftung in Fluren. Der Rat wird nach den Herbstferien über den Vorschlag abstimmen. Sollte er angenommen werden, stünde die Maßnahme im Widerspruch zu bundesweiten Arbeitsplatzvorschriften. Schulen in der Umgebung haben sich gegen einen ähnlichen Schritt entschieden.

Quelle