23 May 2026, 18:03

Solingen findet Kompromiss im Streit um den neuen Mietspiegel

Stadtrat: CDU begrüßt Einigung beim Mietindex - Verantwortung liegt weiterhin bei Verbänden

Solingen findet Kompromiss im Streit um den neuen Mietspiegel

Solingens Stadtrat einigt sich nach wochenlangem Streit auf Kompromiss beim Mietspiegel

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Nach wochenlangen Auseinandersetzungen hat der Solinger Stadtrat eine Einigung über den örtlichen Mietspiegel erzielt. Die CDU-Fraktion begrüßte die Vereinbarung als notwendige Korrektur des Vorgehens der Verwaltung. Streitpunkt war die Frage, wer den Mietspiegel festlegen soll – die Stadtverwaltung oder die lokalen Wohnungsverbände.

Auslöser des Konflikts war der Alleinvertretungsanspruch der Verwaltung bei der Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels. Die CDU warf der Stadt vor, damit den Mieterverein (Mieterbund) und den Haus- und Grundbesitzerverein (Haus & Grund) auszugrenzen, die traditionell in die Verhandlungen eingebunden waren. CDU-Fraktionschef Daniel Flemm bezeichnete den Kompromiss als klare Roadmap zur Lösung des Problems.

Die Verwaltung hatte argumentiert, die politische Debatte über den Mietspiegel hätte bereits ein Jahr früher geführt werden müssen. Die CDU konterte jedoch, die Verwaltung selbst habe es versäumt, die Diskussionen rechtzeitig anzustoßen. Stadtrat Lukas Schrumpf (CDU) kritisierte, dass ein seit Langem bewährtes System ohne triftigen Grund ausgehebelt worden sei.

Letztlich einigten sich alle Fraktionen darauf, dass die beiden Verbände die Verhandlungen zum Mietspiegel führen sollen. Die CDU lobte die anderen Fraktionen für ihre korrigierende Rolle, die sicherstelle, dass die Verwaltung einer angemessenen Kontrolle unterliege. Zuvor hatte die CDU der Verwaltung vorgeworfen, ihre Befugnisse überschritten und den Verbänden ohne politischen Auftrag ihre Mitwirkungsrechte entzogen zu haben.

Die getroffene Vereinbarung stellt die Beteiligung der Verbände bei der Festlegung des Solinger Mietspiegels wieder her. Die CDU wertet dies als notwendige Kontrollinstanz gegenüber der Verwaltung. Künftige Verhandlungen werden nun wieder nach dem etablierten Verfahren ablaufen – mit Einbindung sowohl der Mieter- als auch der Vermieterseite.

Quelle