Solingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Veranstaltungen
Amelie SchmidtSolingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Veranstaltungen
Solingen gedenkt mit einer Reihe von Veranstaltungen an den 30. Jahrestag des Brandanschlags von 1993. Die Stadt hat Gedenkfeiern, Ausstellungen und die Umbenennung eines öffentlichen Platzes organisiert, um der Opfer und ihrer Fürsprecher zu gedachten.
Am 28. Mai 2023 wird der Mercimek-Platz in Mevlüde-Genç-Platz umbenannt – eine Würdigung der Anwältin der Opfer. Einen Tag später, am 29. Mai, findet um 14:00 Uhr die zentrale Gedenkveranstaltung im Theater und Konzerthaus Solingen statt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird daran teilnehmen, ebenso hochrangige Politiker aus Bund und Ländern.
Oberbürgermeister Tim Kurzbach hat rund 600 Gäste eingeladen. Während der Feierlichkeiten werden Stelen mit Porträts der Opfer enthüllt. Zudem eröffnet am 29. Mai die Ausstellung „Den Opfern ein Gesicht, den Überlebenden eine Stimme geben“. Ein stiller Marsch zur Mildred-Scheel-Schule bildet den Abschluss des Tages. Für ältere und mobilitätseingeschränkte Teilnehmer stehen Shuttle-Dienste bereit.
Die Umbenennung des Platzes und die Enthüllung der Stelen sollen als dauerhafte Erinnerungszeichen dienen. Die Veranstaltungen und die Ausstellung haben zum Ziel, das Andenken an die Betroffenen des Anschlags zu bewahren. Sie bringen Verantwortungsträger, Überlebende und die Öffentlichkeit im Gedenken zusammen.






