Solingen gründet Büro der Armutskonferenz für konkrete Hilfe vor Ort
Amelie SchmidtSolingen gründet Büro der Armutskonferenz für konkrete Hilfe vor Ort
In Solingen ist nach der ersten Armutskonferenz der Stadt ein neues Büro der Armutskonferenz eingerichtet worden. Die Aufgabe des Büros besteht darin, die Fortschritte zwischen den jährlichen Veranstaltungen zu sichern und sich den lokalen Herausforderungen im Kampf gegen Armut zu widmen. Das erste Treffen fand im Mehrgenerationenhaus in der Van-Meenen-Straße statt.
Die Teilnehmer der Armutskonferenz beschlossen die Gründung des Büros, um die Arbeit kontinuierlich voranzutreiben. Es handelt sich um eine zivilgesellschaftliche Initiative, die sich auf konkrete Projekte konzentriert – und nicht auf politische Debatten. Zu der Gruppe gehören Vertreter des Sozialausschusses, der Arbeitslosen- und Obdachlosenhilfe, lokale Initiativen sowie Migrantenselbstorganisationen.
Zum Sprecher des Büros wurde Horst Koss, Vorsitzender des Sozialausschusses, gewählt. Die Mitglieder treffen sich alle vier Wochen, um schnell Unterstützung für von Armut Betroffene umzusetzen. Auch die Stadtverwaltung steht hinter der Initiative: Jan Welzel, Sozialdezernent, und Heike Auer aus der Strategischen Planung bringen ihr Fachwissen ein.
Viele der Beteiligten verfügen über direkte Erfahrungen mit den Schwierigkeiten benachteiligter Gruppen. Ihr Ziel ist es, gezielte Hilfe für bedürftige Bürger zu leisten – und dabei politische Diskussionen von der praktischen Arbeit vor Ort zu trennen.
Das Büro wird regelmäßig tagen, um seine Arbeit voranzubringen. Mit seiner Gründung beginnt in Solingen ein strukturierter Ansatz zur Armutsbekämpfung. Lokale Behörden und Gemeinschaftsgruppen werden zusammenarbeiten, um aus Plänen Taten werden zu lassen.
