Solingen kämpft mit neuen Mitteln gegen wachsende Kinderarmut in der Region
Amelie SchmidtSolingen kämpft mit neuen Mitteln gegen wachsende Kinderarmut in der Region
Die Stadt Solingen könnte bald Mittel aus dem „Bündnis gegen Armut“ an lokale Organisationen verteilen. Aktuell lebt jedes fünfte Kind in der Region in Armutsgefährdung. Das Geld soll die laufende Arbeit zur Bekämpfung von sozialer Benachteiligung und steigenden Lebenshaltungskosten unterstützen.
Bereits zu Jahresbeginn hatte das Jugend- und Sozialforum darauf hingewiesen, dass die stark gestiegenen Ausgaben kommunale Zuschüsse unzureichend gemacht hätten. Viele soziale Einrichtungen und Beratungsstellen kämpfen inzwischen aufgrund der Inflation um den Erhalt ihrer Angebote.
Die FDP hat nun eine Kleine Anfrage eingereicht, um zu klären, wie die Mittel verteilt werden sollen. Darin wird gefragt, welche Programme und Einrichtungen gezielt Kinder- und Jugendarmut bekämpfen. Zudem soll ermittelt werden, welche Institutionen in finanziellen Schwierigkeiten stecken.
Solingen hat die Befugnis, die Gelder zu verteilen. Verzichtet die Stadt auf ihr Widerspruchsrecht, können die Mittel sofort freigegeben werden. Einige Kommunen haben dies bereits getan und erhalten in den kommenden Wochen Zahlungen. Die Gelder könnten den Organisationen helfen, ihre Arbeit vor Ort gegen Armut fortzusetzen. Soziale Einrichtungen brauchen die Unterstützung dringend, um ihre Finanzierung zu sichern – angesichts weiter steigender Kosten. Wie schnell die Hilfe bei den Bedürftigen ankommt, hängt nun von klaren Verteilungskriterien ab.






