Solingen kämpft mit Not-Spielgruppen gegen akuten Kita-Mangel an
Solingen richtet Not-Spielgruppen ein, um akuten Kita-Mangel zu lindern
Die Stadt Solingen hat als Reaktion auf den massiven Betreuungsnotstand Not-Spielgruppen eingerichtet. Der Schritt erfolgt, während zahlreiche Kita-Projekte aufgrund von Finanzierungsengpässen und Verzögerungen auf Eis liegen. Eltern begrüßen die vorübergehende Lösung, auch wenn sie keine vollständige Kinderbetreuung ersetzt.
Die SPD-Fraktion lobte die Stadtverwaltung für ihr schnelles Handeln. Horst Koss, jugendpolitischer Sprecher der Partei, betonte die zügige Umsetzung der Spielgruppen. Diese bieten Familien nun täglich zumindest einige Stunden Entlastung bei der Kinderbetreuung.
Gleichzeitig kritisierte die SPD das Familienministerium des Landes für sein Versagen in der Krise. Chronische Unterfinanzierung und bürokratische Hürden ließen viele Kita-Projekte in der Schwebe. Die Landesregierung habe, so die Fraktion, kaum Interesse gezeigt, das Problem zu lösen.
Solingen trägt die gesamten Kosten für die Not-Spielgruppen selbst. Die Stadt sah sich zum Handeln gezwungen, nachdem landesseitige Fördergelder ausblieben. Dennoch warnte die SPD: Spielgruppen könnten keine regulären Kitas ersetzen. Ihnen fehle die strukturierte Förderung und professionelle Betreuung, die Kinder für ihre frühe Entwicklung benötigen.
Die Fraktion kündigte an, stärker auf Klarheit zu drängen. Ziel sei es, die Verantwortlichen für die anhaltende Kita-Krise in Nordrhein-Westfalen zu benennen.
Die Not-Spielgruppen bieten Familien kurzfristige Hilfe bei Betreuungslücken. Doch das grundlegende Problem bleibt ungelöst: gestoppte Projekte und fehlende Unterstützung vom Land. Ohne weitere Maßnahmen wird der Kita-Mangel in Solingen – und in der gesamten Region – bestehen bleiben.






