Solingen kämpft mit steigender Nachfrage nach kostenlosen Lebensmittelpaketen
Amelie SchmidtSolingen kämpft mit steigender Nachfrage nach kostenlosen Lebensmittelpaketen
Nahrungsmittelhilfe in Solingen verzeichnet steigende Nachfrage und Kosten
Die Lebensmittelhilfsprogramme in Solingen sehen sich mit wachsender Nachfrage und höheren Ausgaben konfrontiert. Die Lutherkirche und der Stadtteil Dorp vergeben monatlich Lebensmittelpakete an bedürftige Anwohner – unabhängig von Religion oder vorheriger Anmeldung. Die Kosten für diese Pakete sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.
Ehrenamtliche der Lutherkirche und in Dorp füllen wöchentlich Tüten mit Grundnahrungsmitteln wie Linsen, Erbsen, Marmelade und Honig. Anwohner mit einem Solingen-Pass können einmal im Monat ein Paket abholen, sofern sie in den jeweiligen Gemeindegebieten leben. Allein die Lutherkirche unterstützt so monatlich 220 Haushalte.
Im Januar 2022 packten die Helfer in Dorp 49 Pakete für Paare, 25 für Alleinstehende und 65 für Kinder. Ein Jahr später stiegen die Zahlen auf 65 für Paare, 48 für Einzelpersonen und 87 für Kinder. Auch die jährlichen Kosten pro Lebensmittelpaket in Dorp erhöhten sich von 7.000 auf 11.330 Euro.
Beide Gemeinden verfolgen dasselbe Konzept: Ehrenamtliche besorgen regelmäßig Lebensmittel, um die wöchentlichen Pakete zusammenzustellen. Die Lutherkirche bietet zudem während der Ausgaben Beratungsgespräche mit einer Vertreterin der Stadt an. Zu Weihnachten erhielt jeder unterstützte Haushalt eine Wärmflasche sowie Brühe und Tee.
Die Helfer beobachten, dass viele, die Lebensmittel abholen, auch Rat suchen – ein Zeichen für den wachsenden Bedarf an zusätzlicher Unterstützung. Die Anzahl der ausgegebenen Pakete ist innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen, ebenso wie die Kosten für ihre Bereitstellung. Beide Gemeinden helfen weiterhin Anwohnern und passen sich der steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Beratung an.
