Solingen kämpft um Gewerbeflächen: 49 Hektar fehlen nach Buschfeld-Streichung
Anna SchmittSolingen kämpft um Gewerbeflächen: 49 Hektar fehlen nach Buschfeld-Streichung
Solingen steht vor wachsendem Gewerbeflächenmangel – aktuelle Bedarfe bleiben bereits ungedeckt
Die jüngste Entscheidung, das Gelände Buschfeld aus dem Flächennutzungsplan der Stadt zu streichen, hat für Aufsehen gesorgt. Die Umwidmung in Grünflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen würde das ohnehin knappe Angebot an Gewerbegebieten weiter verringern.
Aktuell fehlen Solingen bereits 32 Hektar Gewerbefläche, um den eigenen Bedarf zu decken. Durch die Streichung von Buschfeld würde sich das Defizit auf 49 Hektar verschärfen – ein Problem, das die Stadt gerade dann trifft, wenn sie neue Unternehmen anwerben und bestehende Arbeitsplätze sichern will, die auf ausreichende Gewerbeflächen angewiesen sind.
Kritik an Alleingang des Bürgermeisters – FDP warnt vor wirtschaftlichen Folgen
Stellvertretender Bürgermeister Budde traf die Entscheidung ohne Abstimmung, was der Freien Demokratischen Partei (FDP) scharfe Kritik einbrachte. Die Partei argumentiert, dass die Umwidmung von Buschfeld ohne Ersatzflächen die wirtschaftliche Zukunft Solingens gefährde. Zudem wirft sie der Verwaltung vor, zu stark auf externe Fördergelder zu setzen, statt lokale Einnahmequellen wie die Gewerbesteuer zu stärken.
Hinzu kommt die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt, die bis 2030 die Versiegelung weiterer Flächen stoppen will – ein Vorhaben, das die Ausweisung neuer Gewerbegebiete zusätzlich erschweren könnte.
Die FDP fordert von Budde eine Begründung und Rücknahme des Beschlusses. Ohne Ausgleichsflächen drohe Solingen eine Abwürgung des Wirtschaftswachstums. Zudem könnte die Gewerbesteuer, eine zentrale Einnahmequelle der Stadt, unter dem Flächenmangel leiden.






