Solingen kämpft um Rettung des Ittertals – Haushaltskrise gefährdet Freibad und soziale Projekte
Anna HuberSolingen kämpft um Rettung des Ittertals – Haushaltskrise gefährdet Freibad und soziale Projekte
Solingen steht vor finanziellen Herausforderungen, die wichtige öffentliche Einrichtungen bedrohen – darunter das Freizeitzentrum Ittertal. Zwar hat die Stadt Bundesmittel für Sanierungsarbeiten erhalten, doch die angespannte Haushaltslage wirft Fragen zur Zukunft lokaler Angebote auf.
Die Insolvenz eines gemeinnützigen Trägers, der benachteiligten Arbeitnehmern Perspektiven bietet, verschärft die Situation zusätzlich und unterstreicht den Bedarf nach nachhaltigen Lösungen.
Erst kürzlich sicherte sich Solingen sechs Millionen Euro aus Bundesmitteln für die Modernisierung des Freibads. Ernst Lauterjung, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Sportausschusses, betont, dass die Erhaltung des Ittertal-Komplexes oberste Priorität habe. Sein Ziel ist es, den städtischen Anteil an der Finanzierung für die notwendigen Aufwertungen des Bades zu sichern.
Gleichzeitig macht das Insolvenzverfahren der Neue Arbeit Ittertal gGmbH – einer Organisation, die Menschen mit eingeschränkten Berufschancen Arbeit ermöglicht – die prekäre Finanzlage der Stadt deutlich. Der Bundestagsabgeordnete Ingo Schäfer wehrt sich gegen mögliche Kürzungen des Finanzministeriums, die den sozialen Arbeitsmarkt belasten könnten.
Die SPD-Ratsfraktion arbeitet nun gemeinsam mit dem Förderverein Ittertal und der Stadtverwaltung an einer tragfähigen Lösung. Im Mittelpunkt der Gespräche steht eine Umstrukturierung des gesamten Geländes, zu dem auch das Freibad und die Eishalle gehören, um dessen langfristigen Erhalt zu sichern. Lauterjung stellt klar, dass die Freizeitangebote im Ittertal für die Bürgerinnen und Bürger erhalten bleiben müssen.
Die finanziellen Engpässe könnten zudem andere Bereiche treffen, etwa das kommunale Jobcenter. Die Stadt sucht nach Wegen, den Haushalt zu konsolidieren, ohne dabei unverzichtbare Einrichtungen für die Bevölkerung zu gefährden.
Obwohl die Bundesmittel für das Freibad bereits bewilligt sind, muss Solingen nun die übergeordneten Finanzprobleme angehen, um das Ittertal-Zentrum zu schützen. Die Insolvenz des wichtigen Trägers und drohende Mittelkürzungen erhöhen den Druck, schnellstmöglich ein stabiles und zukunftsfähiges Konzept zu entwickeln.
Die anstehenden Entscheidungen werden zeigen, ob die Freizeitanlage mit ihrem Bad und der Eishalle auch künftig ohne Einschränkungen für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt.






