Solingen plant Rettung des Alten Hauptbahnhofs als kulturellen Hotspot
Amelie SchmidtSolingen plant Rettung des Alten Hauptbahnhofs als kulturellen Hotspot
Die Stadt Solingen unternimmt Schritte, um die Zukunft des Alten Hauptbahnhofs im Südpark langfristig zu sichern. Die Verantwortlichen wollen das historische Ensemble vermarkten, um es als öffentlichen Veranstaltungsort zu erhalten. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Belebung des Viertels und zur Stärkung seiner Bedeutung für das städtische Leben.
Der Komplex in der Bahnhofstraße 15, 17 und 19 soll zu einem lebendigen Ort für Events und Gemeinschaftsaktivitäten entwickelt werden. Ein privater Betreiber wird voraussichtlich ein neues gastronomisches Konzept sowie ein kulturelles Programm einführen, das die benachbarten Güterhallen ergänzt.
Interessenten müssen jedoch strenge Auflagen erfüllen: Dazu gehören die verbindliche Zusage zur Erhaltung des Gebäudekomplexes sowie die Garantie für einen dauerhaften öffentlichen Zugang. Zudem müssen sie den bestehenden Mietvertrag mit der Bergischen Universität übernehmen.
Stadtkämmerer Daniel Wieneke betont, dass die begrenzten Haushaltsmittel eine zentrale Rolle bei der Entscheidung spielen. Angesichts hoher Sanierungskosten und der angespannten finanziellen Lage Solingens gelte der Verkauf als praktikabelste Lösung. Eine professionelle Eventorganisation sei entscheidend, um regelmäßig hochkarätige öffentliche Veranstaltungen anzuziehen. Wieneke verwies zudem auf die Priorität der Stadt, in Bildung, Schulen und Kitas zu investieren.
Der vollständige Vorschlag für den Alten Hauptbahnhof liegt öffentlich aus. Er ist im Informationssystem des Stadtrats unter der Dokumentennummer 3797/2023 auf solingen.de einsehbar. Die Stadt hofft, dass die Initiative dem Bahnhof wieder eine zentrale Rolle als lebendiger Treffpunkt für die Bürgerschaft verschafft.






