Solingen setzt auf bodennahe Solaranlagen für die Energiewende
Solingen erkundet neue Wege, um seine Kapazitäten für erneuerbare Energien auszubauen. Bald könnten in der Stadt Freiflächen wie Parkplätze, Fußgängerwege und Flächen entlang von Autobahnen mit bodennahen Solaranlagen ausgestattet werden. Eine aktuelle Studie bestätigte zudem, dass Windenergie im Rahmen der Energiewende der Region nur eine untergeordnete Rolle spielen wird.
Die Freien Demokraten (FDP) haben die Stadtverwaltung aufgefordert, geeignete Standorte für Freiflächen-Solaranlagen zu prüfen. Gleichzeitig soll nach Möglichkeiten gesucht werden, deren Ausbau zu beschleunigen. Der Vorschlag sieht auch eine Doppelnutzung von Flächen vor, etwa durch Agri-Photovoltaik oder Solarüberdachungen für Parkplätze und Wege.
An manchen Tagen erzeugen die Solaranlagen in Solingen bereits mehr Strom, als das Netz aufnehmen kann. Um Überschüsse nicht zu verschwenden, könnte der überschüssige Strom für die Elektrolyse genutzt werden, um grünen Wasserstoff zu erzeugen und zu speichern. Dieser lässt sich später bei Bedarf wieder in Strom umwandeln.
Der Ausbau der Photovoltaik gilt als zentraler Treiber der Energiewende im Bergischen Land. Bodenmontierte Solaranlagen würden zudem finanzielle Vorteile bringen, etwa durch Einnahmen aus Stromverkäufen oder Flächenverpachtungen für den städtischen Haushalt.
Mit ihrem Vorstoß will die FDP Solingen zur Vorreiterin der Solarenergie in der Region machen. Freiflächenanlagen könnten ungenutzte Flächen in produktive Energiequellen verwandeln. Der Plan sieht zudem Lösungen für die Speicherproblematik vor – etwa durch die Integration von grünem Wasserstoff.
