Solingen steht vor drei Millionen Euro Defizit im Nahverkehr – SPD warnt vor Kürzungen
Anna HuberSolingen steht vor drei Millionen Euro Defizit im Nahverkehr – SPD warnt vor Kürzungen
Der Solinger städtische Verkehrsbetrieb steht vor einem neuen finanziellen Fehlbetrag von fast drei Millionen Euro. Steigende Kosten und sinkende Einnahmen haben diese Lücke verursacht. Lokale Politiker diskutieren nun, wie das Problem gelöst werden kann, ohne die Dienstleistungen zu beeinträchtigen.
Stadtkämmerer Daniel Wieneke hat einen Vorschlag zur politischen Prüfung vorgelegt, um das Defizit zu decken. Ernst Lauterjung, SPD-Vertreter im Aufsichtsrat der Stadtwerke, begrüßte die Idee, den Haushalt zur Schließung der Lücke zu nutzen. Er betonte zudem, dass ein zuverlässiger Öffentlicher Nahverkehr als verpflichtende Aufgabe der Stadt betrachtet werden sollte.
SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz lehnt jegliche Kürzungen im Servicebereich entschieden ab. Sie warnte, dass eine Reduzierung der Verkehrsleistungen die Mobilitätswende der Stadt gefährden würde. Die Partei fürchtet zudem Arbeitsplatzverluste bei den Stadtwerken, falls es zu Einsparungen kommt.
Preuß-Buchholz unterstrich, dass der Ausbau des Busverkehrs in Zukunft zusätzliche Mittel erfordern werde. Sie forderte Bund und Land auf, langfristige finanzielle Unterstützung zu leisten. Ohne diese Hilfe, so ihre Überzeugung, sei der Weg zur Klimaneutralität im Verkehrssektor in Gefahr.
Das aktuelle Angebot im Nahverkehr hängt maßgeblich von der finanziellen Lage Solingens ab. Die SPD bleibt gegen Kürzungen, die das Netz schwächen oder Arbeitsplätze kosten könnten. In den kommenden Wochen werden die politischen Diskussionen über Finanzierungslösungen voraussichtlich weitergehen.
