09 June 2026, 06:02

Solingen trauert um Hans-Heinrich Dehl – ein Leben für die Stadt

Former Stadtdirektor Hans-Heinrich Dehl (†88) ist verstorben

Solingen trauert um Hans-Heinrich Dehl – ein Leben für die Stadt

Hans-Heinrich Dehl, eine prägende Persönlichkeit der Solinger Kommunalpolitik über Jahrzehnte, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Der ehemalige Beigeordnete und Stadtdirektor starb am Donnerstag und hinterlässt ein Erbe als einer der einflussreichsten Gestalter der städtischen Verwaltung. Bürgermeister Tim Kurzbach würdigte ihn als engagierten Freund, der die Entwicklung Solingens maßgeblich geprägt habe.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Geboren und aufgewachsen in Solingen, entdeckte Dehl früh sein politisches Interesse. Er trat den Jungdemokraten bei, bevor er 1969 als FDP-Vertreter in den Stadtrat einzog. Nur sechs Jahre später wechselte er in die Stadtverwaltung, wo er als Beigeordneter für Rechtsangelegenheiten, öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig war.

Von 1976 bis 1987 und erneut von 1991 bis 1995 amtierte er als Stadtdirektor und allgemeiner Vertreter des Oberstadtdirektors. 1981 übernahm er für sechs Monate kommissarisch die Leitung der gesamten Verwaltung, als die Position des Oberstadtdirektors vakant war. Während seiner über zwei Jahrzehnte umfassenden Laufbahn leitete er zudem das Krankenhauswesen und fungierte zeitweise als interimistischer Geschäftsführer der Solinger Stadtwerke.

Dehl galt als vielseitig, pragmatisch und mit scharfem Verstand ausgestattet. Besonders engagierte er sich für die Feuerwehr und den Zivilschutz, während er gleichzeitig die frühe Digitalisierung der Verwaltungsarbeit vorantrieb. Kollegen erinnerten sich an ihn als menschennahen und dem Gemeinwohl verpflichteten Beamten.

Sein Tod markiert das Ende einer Ära für die Solinger Politik. Dehls Wirken umfasste rechtliche, administrative und technologische Fortschritte, die die Stadt bis heute prägen. Die Gemeinschaft blickt nun auf sein bleibendes Vermächtnis für die lokale Verwaltung und das öffentliche Leben zurück.

Quelle