22 March 2026, 10:02

Solingens Lieferkontor öffnet 2026 mit neuen Terminen und sucht Freiwillige

Plakat für die Internationale Ausstellung Brüssel 1897 mit einer zentralen weiblichen Figur mit menschlichem Gesicht und umgebendem Text.

Solingens Lieferkontor öffnet 2026 mit neuen Terminen und sucht Freiwillige

Solingen erweitert den Zugang zu seinem industriellen Erbe: Ab 2026 öffnet das Lieferkontor mit neuen Öffnungszeiten. Der historische Ort, einst ein zentraler Knotenpunkt für den Solinger Schleiferhandel, empfängt Besucher an fünf Terminen zwischen März und Oktober. Die Veranstalter suchen zudem Freiwillige, um die Verfügbarkeit langfristig auszubauen.

Das Lieferkontor war ein Schlüsselfaktor in Solingens industrieller Vergangenheit. Es diente als Abgabestelle für die Liewerfrauen – Frauen, die bis in die 1930er-Jahre Waren in Körben zwischen Werkstätten und Büros transportierten. Zudem fungierte der Ort als Lohnausgabestelle für Schleifer und spielte eine zentrale Rolle in der städtischen Wirtschaft.

Im kommenden Jahr wird das Kontor an mindestens fünf Tagen von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet sein, mit dem Ziel, monatlich einen Öffnungstermin anzubieten. Bei ausreichend Freiwilligen könnten zusätzliche Termine hinzukommen. Langfristig ist geplant, das Lieferkontor jeden ersten Sonntag von April bis Oktober zu öffnen.

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Der lokale Guide Lutz Peters bietet zudem vier zusätzliche Sonntagsöffnungen von 11:00 bis 13:00 Uhr an. Eine geführte Wanderung am 19. April um 13:00 Uhr folgt einem Abschnitt des Liewerfrauenwegs, startend am Gründerzentrum und endend in Wipperkotten. Für die ehrenamtliche Mitarbeit sind keine besonderen Fähigkeiten nötig – nur Interesse an Solingens Geschichte.

Das Lieferkontor ist Teil des dezentralen Industriemuseums der Stadt, zu dem auch die Hendrichs-Drop-Hammerschmiede und Wipperkotten gehören. Jeder Standort bewahrt unterschiedliche Facetten des Solinger Industrieerbes.

Die erweiterten Öffnungszeiten sollen das Lieferkontor während der Wandersaison zugänglicher machen. Freiwillige tragen dazu bei, das Projekt nachhaltig zu gestalten und den Ort als lebendigen Teil von Solingens Erbe zu erhalten. Die Initiative lenkt zudem den Blick auf das weitverzweigte Netz historischer Stätten in der Stadt.

Quelle