Solinger Vize-Bürgermeister bleibt trotz Schlepperaffäre vorerst im Amt
Amelie SchmidtSolinger Vize-Bürgermeister bleibt trotz Schlepperaffäre vorerst im Amt
Solingens stellvertretender Bürgermeister Jan Welzel bleibt vorerst im Amt – trotz des anhaltenden Rechtsstreits. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat ein Gerichtsurteil angefochten, das seine vorläufige Suspendierung verhindert hatte. Mit diesem Schritt verlängert sich die Kontroverse um die sogenannte Schlepperaffäre.
Am 19. März 2026 reichte die Bezirksregierung Düsseldorf Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf ein. Das Gericht hatte zuvor Welzels Suspendierung vorläufig gestoppt. Die Bezirksregierung nannte zu diesem Zeitpunkt keine juristischen oder politischen Gründe für ihre Berufung.
Der Fall geht nun an das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen. Die Berufung hat jedoch keine aufschiebende Wirkung – Welzel bleibt bis zu einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts im Amt.
Im Mittelpunkt des Streits steht Welzels mutmaßliche Verstrickung in die Schlepperaffäre. Zwar hatte das Verwaltungsgericht seine Suspendierung zunächst blockiert, doch durch die Berufung der Bezirksregierung ist das Verfahren noch lange nicht abgeschlossen.
Welzels Position als stellvertretender Bürgermeister bleibt während der Prüfung der Berufung unverändert. Das Oberverwaltungsgericht wird nun entscheiden, ob seine Suspendierung Bestand hat oder aufgehoben wird. Ein endgültiges Urteil würde Klarheit in den monatelangen Rechtsstreit bringen.






