"Sozialistische Salonlöwin": Wie Ella Devi mit Luxusmode und Linkspolitik polarisiert
Anna Schmitt"Sozialistische Salonlöwin": Wie Ella Devi mit Luxusmode und Linkspolitik polarisiert
Ella Devi, eine 18-jährige Influencerin mit wachsender Online-Präsenz, hat mit ihrem selbstgewählten Titel "die sozialistische Salonlöwin" eine Debatte ausgelöst. Zwar unterstützt sie offen linke Anliegen und Politiker, doch ihre Garderobe – gefüllt mit hochpreisigen Designerstücken – sorgt bei Nutzer:innen in sozialen Medien sowohl für Bewunderung als auch für Kritik.
Erstmals auf sich aufmerksam wurde Devi, als sie für den demokratisch-sozialistischen New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani kampagnierte. Ihre politische Aktivismus kombiniert mit ihrem modeorientierten TikTok-Account machte sie schnell zu einer Besonderheit. Mit über 34.600 Followern präsentiert sie regelmäßig Outfits von Marken wie Miu Miu, Chanel, Tom Ford und Valentino – oft Vintage-Teile im Wert von mehreren tausend Dollar.
Ihr widersprüchliches Image fiel dem beliebten Reddit-Forum "NYC Influencer Snark" auf, wo Nutzer:innen hinterfragten, wie sich ihr Luxus-Lifestyle mit ihren sozialistischen Ansichten vereinen lässt. Devi verteidigt ihren Standpunkt und argumentiert etwa, dass die Abschaffung der Einwanderungsbehörde ICE eine "gemäßigte Position" sei. Zudem erklärt sie, warum Republikaner:innen ihrer Meinung nach den Stil von Carolyn Bessette Kennedy nicht kopieren könnten.
Doch nicht nur in Politik und Mode macht Devi von sich reden. Auf X ging ein Video von ihr viral, in dem sie die Outfits von Sydney Sweeney in "Euphoria" kritisierte. Kürzlich wurde sie zudem in die "22 Under 22"-Liste von "Her Campus" aufgenommen – ausgezeichnet für ihr Wirken "nach eigenen Regeln, das die Welt prägt". Aktuell arbeitet sie für den Designer LaQuan Smith und festigt so ihre Position in der High-Fashion-Branche.
Die Diskussion um Devi zeigt die Spannung zwischen politischer Ideologie und persönlichem Lebensstil. Dass es ihr gelingt, eine Fangemeinde aufzubauen, während sie Aktivismus mit Luxusmode verbindet, deutet darauf hin, dass sie eine polarisierende Figur bleiben wird. Vorerst baut sie ihre Plattform weiter aus – zwischen linker Gesinnung und exklusivem Ästhetizismus.






