27 March 2026, 00:04

Streit um Atommüll-Transport: Castor-Behälter erreicht Ahaus unter Protesten

Große Menschenmenge marschiert bei einer Straßen-demo gegen Atomkraft in Deutschland, trägt Schilder und Fahnen, mit Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund.

Streit um Atommüll-Transport: Castor-Behälter erreicht Ahaus unter Protesten

Ein umstrittener Transport mit atomarem Abfall traf in den frühen Morgenstunden des Mittwochs in Ahaus ein. Die Lieferung, die von rund 2.400 Polizeibeamten gesichert wurde, stieß auf Proteste entlang der 170 Kilometer langen Route. Kritiker bemängeln, dass der Transport schlecht geplant und unnötig sei, solange es kein Endlager gebe.

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Der Konvoi verließ das Forschungszentrum Jülich gegen 10 Uhr und bildete eine kilometerlange Kolonne. Demonstranten schlossen sich der Strecke an, wobei die Organisatorin Hanna Poddig eine Genehmigung für die Teilnahme von Radfahrern erwirkt hatte. Poddig fordert ein sofortiges Stopp aller Atomtransporte, bis ein dauerhaftes Endlager eingerichtet ist.

Während der Fahrt gab es keine Zwischenfälle. Die Ankunft in Ahaus wurde von Kundgebungen begleitet, bei denen sich Aktivisten in der Nähe des Zwischenlagers versammelten. Polizeifahrzeuge und Scheinwerfer beleuchteten die Szene, als der Castor-Behälter angeliefert wurde.

Dieser Transport ist der jüngste in einer langen Reihe umstrittenen Atomtransporte. Die erste große Lieferung nach Ahaus erfolgte vor fast 28 Jahren und löste Massenproteste aus. Seither wurden 74 Castor-Behälter von den Kernkraftwerken Neckarwestheim und Gundremmingen an den Standort gebracht.

Oppositionsparteien, darunter die SPD und die Linke, kritisieren die anhaltenden Transporte seit Langem. Patrick Schlüter, ein Polizeisprecher, bezeichnete den Einsatz angesichts der öffentlichen Empörung als "schlecht gewählt".

Der Atombehälter wird nun im Zwischenlager Ahaus aufbewahrt. Die Polizei sicherte die gesamte Operation mit starkem Aufgebot ab, um Störungen zu verhindern. Die Debatte über die Transportpolitik für atomaren Abfall zeigt jedoch keine Anzeichen einer Beruhigung.

Quelle