Tagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen um ihre Existenz durch Geburtenschwund
Anna HuberTagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen um ihre Existenz durch Geburtenschwund
Tagesmütter und -väter in Bergisch Gladbach kämpfen um ihre Existenz: Geburtenschwund und Kita-Ausbau setzen Familienbetreuung unter Druck
In Bergisch Gladbach geraten Tagespflegepersonen zunehmend in Bedrängnis: Sinkende Geburtenzahlen und der Ausbau von Kita-Plätzen führen dazu, dass Dutzende Betreuungsangebote in der Familienkindertagespflege für das kommende Jahr unbesetzt bleiben. Viele Betreuerinnen und Betreuer stehen dadurch vor finanziellen und emotionalen Belastungen.
Aktuell sind für das nächste Betreuungsjahr 46 Plätze in der Kindertagespflege unbesetzt. Die Kitas hingegen verfügen über mehr Kapazitäten, als nachgefragt werden – und die Zahl der freien Plätze könnte bis zum Sommer weiter steigen, da noch nicht alle Zusagen endgültig vergeben sind.
Eltern schätzen an der Tagespflege oft die kleinen Gruppen, die vertraute Atmosphäre und die flexiblen Betreuungszeiten, besonders für Kinder unter drei Jahren. Doch manche wechseln unter Druck oder aus Sorge, später keine Kita-Plätze mehr zu bekommen, in die institutionelle Betreuung. Diese plötzlichen Abmeldungen hinterlassen bei den Tagespflegepersonen unerwartete Lücken – mit Folgen für ihre wirtschaftliche Sicherheit und ihr Wohlbefinden.
Der lokale Tagespflegeverband betont, dass Familienkindertagespflege und Kitas keine Konkurrenten seien. Vielmehr biete die Tagespflege eine wertvolle Alternative: mit festen Bezugspersonen und einer familienähnlichen Umgebung für die Kleinsten.
Doch der Rückgang der Geburten führt in Bergisch Gladbach dazu, dass es mehr Betreuungsplätze als Kinder gibt. Tagespflegepersonen bleiben zwar ein wichtiger Baustein der Kinderbetreuung – ihre Zukunft hängt jedoch von einer stabilen Nachfrage und fairen Rahmenbedingungen ab. Ohne Veränderungen könnte sich die Kluft zwischen Angebot und tatsächlichem Bedarf weiter vergrößern.






