08 May 2026, 22:03

Thyssenkrupp Steel ersetzt Kohle durch grünen Wasserstoff in der Stahlproduktion

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" fordert.

Thyssenkrupp Steel ersetzt Kohle durch grünen Wasserstoff in der Stahlproduktion

Thyssenkrupp Steel treibt den Wandel der deutschen Stahlproduktion voran: Kohle wird durch grünen Wasserstoff ersetzt

Mit dem Umstieg von Kohle auf grünen Wasserstoff setzt Thyssenkrupp Steel einen Meilenstein für die Transformation der deutschen Stahlindustrie – einer Branche, die für rund acht Prozent der CO₂-Emissionen des Landes verantwortlich ist. Das vom Bund und den Ländern geförderte Projekt „tkH2Steel“ markiert einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Stahlproduktion bis 2045.

Aktuell erzeugt die deutsche Stahlindustrie jährlich 40 Millionen Tonnen Rohstahl. Allein Thyssenkrupp Steel betreibt in Duisburg den größten Industriekomplex Europas und steuert davon 10 Millionen Tonnen bei. Herkömmliche Hochöfen sind auf Kohle angewiesen, die enorme Emissionen verursacht: Pro Tonne Stahl entstehen bei konventionellen Verfahren etwa 28 Tonnen CO₂.

Der Umstieg auf Erdgas in Direktreduktionsanlagen reduziert die Emissionen bereits um rund 50 Prozent im Vergleich zu kohlebasierten Prozessen. Doch die langfristige Lösung liegt im grünen Wasserstoff. Die erste wasserstoffbetriebene Direktreduktionsanlage wird täglich 400 Tonnen Wasserstoff benötigen, um 2,5 Millionen Tonnen Eisen zu produzieren – ein Verfahren, das gewaltige Energiemengen erfordert, vergleichbar mit der Leistung von 800 Windkraftanlagen.

Das Unternehmen plant, vollständig auf grünen Wasserstoff umzusteigen, sobald dieser in ausreichenden Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar ist. Bis dahin setzt man auf Übergangslösungen wie Erdgas, um die Emissionen schrittweise zu senken.

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Durch die Wasserstoff-Technologie ließen sich pro Tonne grünem Stahl bis zu 28 Tonnen CO₂ einsparen. Thyssenkrupp Steel hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 eine klimaneutrale Produktion zu erreichen. Gelingt der Wandel, könnte dies eine der emissionsintensivsten Industrien Deutschlands grundlegend verändern.

Quelle