UN-Klimakonferenz 2024: Wie Glaube und Geschlechtergerechtigkeit den Klimaschutz prägen
Anna SchmittUN-Klimakonferenz 2024: Wie Glaube und Geschlechtergerechtigkeit den Klimaschutz prägen
Nebenveranstaltung auf der UN-Klimakonferenz 2024 in Bonn: Glaube, Geschlechtergerechtigkeit und Klimaschutz im Fokus
Eine Nebenveranstaltung im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2024 in Bonn brachte Expertinnen und Experten, Aktivistinnen und Aktivisten sowie religiöse Führungspersönlichkeiten zusammen, um sich mit der Geschlechterungleichheit im Klimaschutz auseinanderzusetzen. Unter dem Titel „Die Schnittstellen der Klimafolgen bewältigen: Geschlechterklüfte schließen – Perspektiven des Glaubens“ lag der Schwerpunkt der Diskussion auf Strategien, die eine gerechte Berücksichtigung der am stärksten von Umweltveränderungen betroffenen Gruppen sicherstellen sollen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen sowie mehreren internationalen Glaubensgemeinschaften organisiert.
Die Konferenz fand im Rahmen der größeren UN-Klimaverhandlungen in Bonn statt. Zu den Mitveranstaltern zählten die Brahma Kumaris, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika, der Lutherische Weltbund und die ACT Kirche Schwedens. Teilnehmende kamen aus unterschiedlichen Kontexten und vertraten indigene Gemeinschaften, Länder des Globalen Südens, Nichtregierungsorganisationen, Regierungen sowie Forschungsinstitutionen.
Max Weber, Absolvent des Ökumenischen Instituts in Bossey, leitete die Gespräche. Er engagiert sich derzeit als zukünftiger Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland und ist in die Vorbereitungen des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2027 eingebunden. Weber betonte die akuten Bedrohungen, denen marginalisierte Gruppen – darunter Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen – ausgesetzt sind, die besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden.
Er unterstrich zudem die Bedeutung der Einbindung junger Aktivistinnen und Aktivisten in die Gestaltung von Klimapolitik. Weber forderte, ihre Stimmen in Entscheidungsprozessen stärker zu berücksichtigen, da ihre Ideen und ihr Engagement entscheidend für wirksame Lösungen seien. Die Veranstaltung förderte die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren mit dem Ziel, den Dialog in konkrete Maßnahmen umzusetzen.
Die Nebenveranstaltung endete mit einem gemeinsamen Bekenntnis, Geschlechtergerechtigkeit stärker in Klimastrategien zu verankern. Religiöse und säkulare Organisationen verpflichteten sich, bei der Entwicklung inklusiver Politiken zusammenzuarbeiten. Die Ergebnisse der Diskussionen fließen in die weiteren Bemühungen der UN-Konferenz ein, Ungleichheiten in den Umweltmaßnahmen zu überwinden.






