Unbekannte Briefe von Brian Jones zeigen private Seiten der Rolling Stones
Amelie SchmidtUnbekannte Briefe von Brian Jones zeigen private Seiten der Rolling Stones
Eine Sammlung von Briefen und Schnappschüssen, die einen seltenen Einblick in die frühen Jahre der Rolling Stones gewähren, ist entdeckt worden. Das Archiv, das sich unter den Hinterlassenschaften der verstorbenen Sylvia Wainwright befand, enthält persönliche Nachrichten des Bandgründers Brian Jones. Die Stücke sollen nächsten Monat in Derbyshire versteigert werden.
Die Briefe stammen aus den 1960er-Jahren und wurden von Sylvia an ihre Schwester Lynn geschrieben. Sie beschreiben Partys in Mick Jaggers Wohnung und nächtliche Ausflüge mit Popstars während des Aufstieg der Band zum Ruhm. Sylvia erwähnt auch die Pläne der Rolling Stones für ihre erste Amerika-Tournee sowie ihre Beziehung zu Jones.
Unter den Funden befinden sich auch Notizen von Jones selbst, darunter eine mit den Worten: „Hallöchen, Liebling! Hier ist Brian. Wie geht’s dir? Ganz viele Grüße, Brian.“ Die Briefe zeichnen das Bild eines nachdenklichen Menschen, der Sylvia einmal ein 1.000-Teile-Puzzle in ihrer Wohnung zurückließ. Das Archiv deutet zudem auf eine Romanze zwischen Jones und einer Londoner Verkäuferin hin.
Die Sammlung bietet einen intimen Blick auf die frühen Jahre der Band, noch bevor sich ihr Mythos vollends formte. Das Auktionshaus Hansons Auctioneers in Etwall schätzt den Wert der Briefe auf etwa 1.900 bis 2.500 Euro. Die Versteigerung wird Fans ein persönliches Fenster in die Swinging Sixties und die prägende Phase der Band eröffnen. Die Schriften zeigen eine sanftere Seite von Brian Jones – ein Kontrast zu seinem späteren, von Problemen geprägten Ruf. Die Auktion dürfte sowohl Sammler als auch Musikhistoriker gleichermaßen anziehen.






