Ungewisse Zukunft: Droht dem Riehl-Kolleg in Düsseldorf die Schließung?
Anna SchmittUngewisse Zukunft: Droht dem Riehl-Kolleg in Düsseldorf die Schließung?
Die Zukunft des Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kollegs in Düsseldorf-Lierenfeld bleibt ungewiss, da wichtige Förderer ihren Rückzug vorbereiten. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat sich bereits zurückgezogen, während die Handwerkskammer (HWK) ihr Engagement zum 31. Dezember 2024 beenden wird. Ohne einen neuen Plan könnte die Bildungseinrichtung, die Erwachsenen den Weg zum Fachabitur oder Abitur ebnet, vor der Schließung stehen.
Das Kolleg bietet seit Langem Erwachsenen die Möglichkeit, schulische Abschlüsse nachzuholen – darunter Berufstätige, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund. Anders als Abendschulen arbeitet es im Tagesbetrieb und ermöglicht ein flexibles Studium über vier bis sechs Semester. Doch die Schülerzahlen sind stark gesunken: von 314 im Jahr 2019 auf nur noch 204 im Jahr 2024.
Am 29. Oktober 2023 kam es zu Protesten, als über 40 Lehrerinnen, Lehrer und Studierende für den Erhalt der Einrichtung auf die Straße gingen. Eine von Studierenden initiierte Online-Petition hat seit Anfang Oktober bereits mehr als 1.730 Unterschriften gesammelt. Trotz monatelanger Kenntnis über den geplanten Rückzug der HWK gibt es bisher keine konkrete Lösung.
Stadtdirektor Burkhardt Hintzsche betonte, dass die Stadt Düsseldorf aufgrund schulrechtlicher Vorgaben nicht allein als Träger fungieren könne. Auf der nächsten Verbandsversammlung am 11. November 2023 wird über das Schicksal des Kollegs entschieden.
Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Einrichtung fällt im November. Sollte sich keine Alternative finden, könnte der Rückzug von HWK und IHK die Schließung erzwingen – mit ungewisser Perspektive für die aktuellen Studierenden und das Personal.






