Warnstreiks legen Flug- und Bahnverkehr in Deutschland lahm
Warnstreiks des Sicherheitspersonals legten Flugverkehr in Deutschland lahm
Am 20. April 2023 führten Warnstreiks von Sicherheitskräften zu massiven Behinderungen im deutschen Luftverkehr. Zehntausende Passagiere sahen sich mit Flugausfällen konfrontiert, nachdem die Flughäfen in Hamburg, Düsseldorf und Köln/Bonn Hunderte von Flügen streichen mussten. Die Arbeitsniederlegungen griffen zudem auf den Schienenverkehr über und brachten den Fernverkehr bundesweit bis zum folgenden Nachmittag zum Erliegen.
Am Hamburger Flughafen fiel am 20. April ein Drittel aller Ankünfte dem Streik zum Opfer. In Köln/Bonn waren 121 Flüge betroffen, weitere Ausfälle wurden nicht ausgeschlossen. Auch in Düsseldorf kam es zu erheblichen Streichungen, nachdem sich Sicherheitsmitarbeiter an den Arbeitskampf anschlossen.
Laut dem Flughafenverband ADV sollten innerhalb von zwei Tagen rund 700 Flüge gestrichen werden, wodurch etwa 45.200 Passagiere betroffen waren. Für den 21. April wurden ähnliche Probleme am Stuttgarter Flughafen erwartet.
Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen dauern derweil an. Die nächste Runde der Tarifgespräche über Zuschläge für Sicherheits- und Servicekräfte ist für den 27. und 28. April angesetzt. Gleichzeitig sorgte ein separater Warnstreik im Bahnsektor dafür, dass bis zum frühen Nachmittag des 21. April kein Fernzug verkehrte.
Die Streiks führten zu flächendeckenden Einschränkungen im Luft- und Schienenverkehr. Über 700 Flüge fielen aus, und der Fernzugverkehr blieb stundenlang eingestellt. Passagiere und Verkehrsunternehmen warten nun auf die Ergebnisse der weiteren Verhandlungen Ende des Monats.
