22 April 2026, 20:05

Wie die 15-Minuten-Stadt den Lieferverkehr in Europa verändert

Güterzug fährt auf Schienen neben einer Stadtlandschaft mit Strommasten, Kabeln, Gebäuden, Bäumen, Gras und einem bewölkten Himmel.

Wie die 15-Minuten-Stadt den Lieferverkehr in Europa verändert

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie das Konzept der "15-Minuten-Stadt" den urbanen Güterverkehr revolutionieren könnte. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal zielt die Studie darauf ab, zu verstehen, wo und warum Lieferverkehr in Stadtvierteln, die auf kurze Wege ausgelegt sind, besonders stark zunimmt. Die Initiative wird mit rund 1,4 Millionen Euro aus europäischen und nationalen Fördermitteln unterstützt.

Das POTUS-Projekt, koordiniert vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung der Universität, konzentriert sich darauf, Städte lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Die Idee hinter der "15-Minuten-Stadt" besteht darin, dass Bewohner:innen alle alltäglichen Grundbedürfnisse innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten erreichen können. Allerdings erschweren Lücken in den offiziellen Verkehrsdatenerhebungen die Planung für veränderte Nachfrage im Güterverkehr.

Um dies zu bewältigen, analysiert das Team, wie unterschiedliche Merkmale von Stadtteilen den Lieferbedarf beeinflussen. Zudem vergleichen die Forscher:innen Daten aus verschiedenen europäischen Ländern – darunter Österreich, Schweden, Frankreich und Italien –, um gemeinsame Muster zu identifizieren. Städte wie Düsseldorf und Wiesbaden steuern lokale Erkenntnisse zu der Untersuchung bei.

Ziel ist es, praktische Empfehlungen für ein effizienteres Management des Lieferverkehrs zu entwickeln. Indem Schlüsselfaktoren ermittelt werden, die die Nachfrage nach Lieferdiensten antreiben, soll das Projekt Städten helfen, Verkehrssysteme zu gestalten, die sowohl Klimaziele als auch den Bedarf an Bequemlichkeit erfüllen.

Die Ergebnisse werden Städten Werkzeuge an die Hand geben, um den urbanen Güterverkehr besser zu regulieren und zu planen. Mit einer Förderung von 1,4 Millionen Euro könnte die Forschung künftige Richtlinien für eine nachhaltige Stadtlogistik prägen. Die Projektergebnisse könnten zudem beeinflussen, wie Daten in Europa künftig erhoben und ausgetauscht werden.

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