22 March 2026, 08:04

Willich: Eltern kämpfen um kürzere Kita-Wege und mehr Transparenz

Eine Gruppe von Kindern mit Schildern vor einem Gebäude, mit einer Frau, die einen Kinderwagen mit einem Baby schiebt, auf einer Straße umgeben von Bäumen, Pfählen, einer Flagge, einem Haus, Pflanzen und einem bewölkten Himmel; auf einem Schild steht: "Wir kommen in Frieden, gebt uns unseren Daddy."

Willich: Eltern kämpfen um kürzere Kita-Wege und mehr Transparenz

Lokale Initiative in Willich fordert kürzere Wege zu Kitas

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In Willich kämpft eine Bürgerinitiative für kürzere Anfahrtswege zu Kindertagesstätten. Eltern und Unterstützer:innen zeigen sich besorgt, nachdem zwei geplante Einrichtungen gestrichen wurden. Nun soll ein zweiter offener Brief an die Stadtverwaltung den Druck erhöhen.

Die Initiative "Kleine Füße, kurze Wege" argumentiert, dass wohnortnahe Betreuung den Alltagsstress für Familien verringert. Zudem fordert sie einen zuverlässigeren Zugang zu frühkindlicher Bildung für alle Kinder in der Region.

Vertreter:innen der Elternschaft und der Förderverein Kita Alperof hatten sich bereits am 6. März mit einem Schreiben an Bürgermeister Pakusch gewandt – bisher ohne Antwort. Nun wird ein zweiter offener Brief vorbereitet, um die städtischen Angaben zu längeren Fahrzeiten zu Kitas infrage zu stellen.

Die Gruppe hat den Bürgermeister zu einer öffentlichen Diskussion über nachhaltige Lösungen eingeladen. Ihr Ziel: mehr Zeit für Familienmomente und bessere Betreuungsangebote schaffen.

Unterdessen hat Willich zwei geplante Kita-Neubauten gestrichen. Als Gründe nannte die Verwaltung Haushaltskürzungen und geringere Anmeldezahlen. Einzig das generationenübergreifende Zentrum in Reinershof – inklusive der Kita Alperof – bleibt als städtisches Projekt erhalten. Doch die Beteiligung eines externen Investors wirft Fragen zur Finanzierung und der Rolle der Stadt auf.

Öffentliche Daten zum Betreuungsbedarf in Nord- und Nordost-Willich der vergangenen fünf Jahre liegen nicht vor. Diese mangelnde Transparenz verstärkt die Frustration der Eltern, die klare Planung und lokale Angebote einfordern.

Die Initiative bleibt bei ihrer Forderung nach kürzeren Wegen und verlässlicheren Kita-Plätzen. Mit zwei gestrichenen Projekten und nur einer neuen Einrichtung in Planung warten die Familien auf konkrete Lösungen. Die nächsten Schritte hängen von der Reaktion des Bürgermeisters ab – und davon, ob die Stadt die Fragen zu Finanzierung und Zugänglichkeit angeht.

Quelle