Zoll deckt illegale Beschäftigung in NRW auf: Razzien in Hotel und Massagestudio
Anna HuberZoll deckt illegale Beschäftigung in NRW auf: Razzien in Hotel und Massagestudio
Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen haben bei jüngsten Razzien mehrere Fälle illegaler Beschäftigung aufgedeckt. Bei zwei getrennten Einsätzen in Netphen und Bad Laasphe wurden nicht angemeldete Arbeitskräfte entdeckt, was zur Beschlagnahmung von Pässen und laufenden Ermittlungen führte.
In Netphen kontrollierten Prüfer ein Hotel und Restaurant, wo sie zwei illegal beschäftigte Mitarbeiter in der Küche vorfanden. Beide Personen erhielten ihre Pässe abgenommen und mussten Deutschland umgehend verlassen.
Unterdessen förderte eine Razzia in einem Massagestudio in Bad Laasphe weitere Verstöße zutage. Eine Masseurin war zum Zeitpunkt der Kontrolle tätig, während zwei weitere anwesend, aber nicht offiziell angestellt waren. Die arbeitende Masseurin war seit anderthalb Jahren ohne Anmeldung bei der Sozialversicherung beschäftigt. Im Studio waren keine Mitarbeiter in der Lohnbuchhaltung erfasst.
Während des Einsatzes nahmen die Behörden zudem eine kosovarische Frau und einen kosovarischen Mann fest, die beide ohne gültige Arbeitserlaubnis tätig waren. Die Ermittler prüfen nun das Ausmaß der nicht gezahlten Sozialabgaben in Verbindung mit diesen Fällen.
Arbeitgeber, die wegen der illegalen Beschäftigung von Ausländern verurteilt werden, müssen in Deutschland mit Bußgeldern von bis zu 500.000 Euro rechnen.
Die Razzien führten zu sofortigen Abschiebeverfügungen für die betroffenen illegal Beschäftigten. Die Behörden ermitteln weiterhin zu den finanziellen und rechtlichen Konsequenzen für die beteiligten Unternehmen. Je nach Ergebnis könnten weitere Sanktionen folgen.






