Zoll deckt illegale Beschäftigung und Mindestlohn-Betrug bei 280 Bauarbeitern auf
Anna SchmittZoll deckt illegale Beschäftigung und Mindestlohn-Betrug bei 280 Bauarbeitern auf
Bei einer großangelegten Kontrolle in Nordrhein-Westfalen haben Zollbeamte mehr als 280 Bauarbeiter an vier Standorten überprüft. Dabei wurden zahlreiche Fälle illegaler Beschäftigung, Verstöße gegen den Mindestlohn sowie Sozialleistungsbetrug aufgedeckt. Die Behörden haben nun Strafverfahren gegen elf Männer und ihre Arbeitgeber eingeleitet.
An der Aktion beteiligten sich über 110 Zollfahnder, die in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis Kontrollen durchführten. Insgesamt wurden 280 Beschäftigte von 88 verschiedenen Arbeitgebern überprüft.
In Köln wurden 123 Arbeiter aus 51 Betrieben kontrolliert. Im Rhein-Sieg-Kreis (Bornheim) standen 39 Beschäftigte von 15 Arbeitgebern unter der Lupe, während im Rheinisch-Bergischen Kreis (Bergisch Gladbach) 42 Mitarbeiter aus 11 Betrieben überprüft wurden. In Leverkusen wurden 75 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern untersucht.
Die Überprüfungen ergaben, dass elf Männer über keine gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis verfügten. Gegen drei Unternehmen besteht der Verdacht, den gesetzlichen Mindestlohn nicht gezahlt zu haben. Zudem wurden fünf Fälle undeklarierter Sozialabgaben festgestellt. In fünf weiteren Fällen gab es Hinweise auf Sozialleistungsbetrug.
Mittlerweile wurden Strafverfahren gegen die elf ohne Papiere beschäftigten Männer sowie ihre Arbeitgeber eingeleitet.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme in der Baubranche mit illegaler Beschäftigung und Lohnverstößen. Die Behörden werden die betroffenen Unternehmen weiter auf mögliche Verstöße gegen Arbeits- und Sozialversicherungsrecht prüfen. Je nach Ergebnis könnten weitere rechtliche Schritte folgen.






