BalWin 1 und 2: Warum der Windstrom-Ausbau auf massiven Widerstand stößt
Amelie SchmidtBalWin 1 und 2: Warum der Windstrom-Ausbau auf massiven Widerstand stößt
Die Pläne für zwei große Offshore-Windstromverbindungen, BalWin 1 und BalWin 2, nehmen trotz wachsender Gegenwehr konkrete Formen an. Die Projekte sollen bis 2030 und 2031 Strom aus der Nordsee ans deutsche Festland bringen. Doch mit Beginn der Genehmigungsverfahren Anfang 2026 formiert sich der lokale Widerstand immer stärker.
BalWin 1 soll von Rieste über Bramsche bis nach Bohmte verlaufen. Während das Genehmigungsverfahren für diese Trasse nun anläuft, äußern Anwohner:innen in den betroffenen Gemeinden sowie Umweltverbände wie NABU und BUND erhebliche Bedenken.
Kritiker:innen argumentieren, dass Freileitungen die Landschaft zerstören und geschützte Arten gefährden würden. Zudem warnen sie vor möglichen Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder. Tausende haben bereits Petitionen unterzeichnet, und es wurden Klagen eingereicht. Viele fordern stattdessen eine Erdverkabelung als sicherere und weniger eingreifende Alternative.
BalWin 2 soll ein Jahr später, 2031, fertiggestellt werden. Beide Vorhaben sind Teil der Strategie des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, den Ausbau der erneuerbaren Energien aus der Nordsee voranzutreiben.
Trotz massiver lokaler Proteste läuft das Genehmigungsverfahren für BalWin 1 weiter. Sollte die Leitung wie geplant als Freileitung gebaut werden, würde sie durch drei niedersächsische Kommunen führen. Der Ausgang der Klagen und der öffentlichen Druck könnten maßgeblich beeinflussen, wie künftige Energieinfrastrukturprojekte in der Region umgesetzt werden.






