Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Industriegebiet West
Anna SchmittBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Industriegebiet West
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Industriegebiet West langfristig zu sichern. Die Maßnahme würde der Stadt ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Gebiet einräumen, darunter auch das Gelände von Saint-Gobain Isover. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu erhalten und das wirtschaftliche Wachstum nachhaltig zu fördern.
Die geplante Verordnung betrifft Teile des Industriegebiets West zwischen der Innenstadt und Gronau. Dazu gehören das 11 Hektar große Saint-Gobain-Isover-Gelände, Flächen in der Nähe der Britannia Hütte sowie die Hermann-Löns-Straße. Die Lage ist strategisch bedeutsam, da sie an die S-Bahn-Linie S11 und eine geplante neue Brücke grenzt – und damit eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Innenstadt und die Verkehrsanbindung spielt.
Saint-Gobain Isover hat in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen durchlaufen. Die Zahl der Beschäftigten am Standort sank von 220 auf 60, bevor sie wieder auf 75 stieg. Dennoch gibt es derzeit keine konkreten Pläne, das Gelände zu verkaufen; das Unternehmen investiert weiterhin in den Standort. Der Vorstoß der Stadt ist eine vorsorgliche Maßnahme für den Fall, dass sich das Unternehmen in Zukunft zurückzieht.
Mit der Verordnung will die Verwaltung die begrenzten Gewerbeflächen in der Innenstadt langfristig sichern. Durch die Absicherung dieser Gebiete hofft die Stadt, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen und nachhaltige Vorteile für lokale Unternehmen sowie wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.
Die Regelung würde Bergisch Gladbach ein Vorkaufsrecht für zentrale Industrieflächen einräumen – darunter das verkehrsgünstig gelegene Saint-Gobain-Isover-Gelände, das etwa halb so groß ist wie das benachbarte Zanders-Areal. Der Schritt soll die gewerbliche Entwicklung schützen und die wirtschaftliche Zukunft der Stadt stärken.






