Berliner Ensemble setzt 2024 auf 16 Premieren und mutige Experimente
Amelie SchmidtBerliner Ensemble setzt 2024 auf 16 Premieren und mutige Experimente
Das Berliner Ensemble präsentiert ein ehrgeiziges Programm für die kommende Spielzeit
Mit 16 geplanten Premieren erweitert das Haus sein Spielplanangebot – trotz knapper Budgets. Im vergangenen Jahr stieg die Zuschauerzahl auf fast 230.000, ein Plus von 40.000 gegenüber der vorherigen Saison.
Den Auftakt macht Der Schnee von gestern, der Schnee von morgen von Peter Handke. Neu sind unter anderem Sonntagnachmittagsvorstellungen sowie öffentliche Generalproben.
Klassiker treffen auf zeitgenössische Adaptionen: Ulrich Rasche inszeniert Brechtens Mutter Courage und ihre Kinder, während Frank Castorf Klaus Manns Mephisto auf die Bühne bringt. Katharina Thalbachs Lesung von Kästers Berlin setzt auf schlichte Mittel – mehr als die Vortrittbühne braucht es dafür nicht.
Auch experimentelle Formate spielen eine zentrale Rolle: Jens Harzer präsentiert De Profundis auf einer winzigen Plattform von nur 1,3 m², und Fritzi Wartenbergs Sorry, No Photo for You wirft einen kritischen Blick auf die Welt der Model-Castingshows.
Mit dem erweiterten Spielplan will das Theater noch mehr Besucher anziehen. Mehr Vorstellungen und innovative Inszenierungen sind die Antwort auf die finanziellen Herausforderungen. Das Publikum darf sich in den kommenden Monaten auf eine Mischung aus mutigen Neuproduktionen und neu interpretierten Klassikern freuen.






