Dortmunder Polizei startet Kampagne gegen rücksichtslose E-Scooter-Fahrer
Anna HuberDortmunder Polizei startet Kampagne gegen rücksichtslose E-Scooter-Fahrer
Die Dortmunder Polizei hat eine neue Sicherheitskampagne gestartet, um die steigende Zahl von E-Scooter-Unfällen einzudämmen. Unter dem Namen "E-Scooter-Fails" richtet sich die Initiative gegen rücksichtsloses Fahren und wirbt für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Elektrokleinstfahrzeugen. In den nächsten zwei Wochen werden auf dem Instagram-Account der Behörde Videoclips mit echten Unfallmomenten geteilt, um vor allem junge Fahrer für die Gefahren zu sensibilisieren.
Die Kampagne folgt auf einen deutlichen Anstieg der Verletzungen durch E-Scooter. Allein 2024 verzeichnete Dortmund 123 Unfälle – ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bundesweit gab es 2023 insgesamt 8.425 verletzungsbedingte Vorfälle mit E-Scootern.
Die Polizei weist auf typische Risiken hin, etwa das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, das die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt und das Unfallrisiko erhöht. Zwar besteht in Deutschland keine Helmpflicht, doch raten die Behörden dringend zum Tragen eines Schutzhelms, um schwere Kopfverletzungen zu vermeiden. Ein weiteres Problem ist die Überlastung: E-Scooter sind für eine Person ausgelegt, doch viele nutzen sie zu zweit – was die Gefahr eines Kontrollverlusts deutlich steigert.
Auch die falsche Nutzung von Wegen birgt Gefahren. Wer auf Gehwegen, Radspuren oder in falscher Fahrtrichtung unterwegs ist, erhöht das Kollisionsrisiko. Falsch parkende oder zu schnelle Fahrer gefährden zudem Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer. Die Kampagnenvideos, die während Polizeistreifen gedreht wurden, zeigen diese Risiken hautnah und sollen zu sicherem Verhalten anregen.
Die "E-Scooter-Fails"-Initiative läuft zwei Wochen lang und konzentriert sich besonders auf junge Nutzer. Die Behörden hoffen, dass die realen Aufnahmen die Fahrer dazu bewegen, Verkehrsregeln einzuhalten und Helme zu tragen. Angesichts der steigenden Unfallzahlen zielt die Kampagne darauf ab, durch einfache Sicherheitsmaßnahmen die Zahl der Vorfälle zu reduzieren.






