Duisburg kämpft um olympische Wettkampfstätten für 2036 oder später
Duisburg drängt auf Teilnahme am Kölner Rhein-Ruhr-Bewerbungsverfahren für Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044
Duisburg will Teil der Bewerbung der Region Köln-Rhein-Ruhr für die Austragung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 werden. Die Stadt hat zentrale Wettkampfstätten vorgeschlagen, darunter die Regattabahn für Ruder- und Kanuwettbewerbe sowie die Schauinsland-Reisen-Arena für Sportklettern. Ein Bürgerentscheid am 19. April wird zeigen, ob die Einwohner das Vorhaben unterstützen.
Die Bewerbung hebt die bestehende Sportinfrastruktur Duisburgs hervor. Die Regattabahn im Sportpark Duisburg wäre Austragungsort für Rudern, Kanu, Para-Rudern und Para-Kanu. Die Schauinsland-Reisen-Arena soll zudem Bouldern, Lead- und Speedklettern beherbergen, falls der Vorschlag der Stadt angenommen wird.
Die Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Nele Moos, die bei den Spielen 2024 in Paris im Weitsprung triumphierte, unterstützt die Kampagne als Botschafterin. Die in Duisburg geborene Athletin begann ihre Karriere bei Eintracht Duisburg 1848 und ist dem Verein bis heute eng verbunden. Moos lobt die offene und einladende Atmosphäre der Stadt als entscheidenden Vorteil für die olympische Bewerbung.
Bevor die Bewerbung weiterverfolgt wird, stimmen die rund 350.000 Einwohner Duisburgs in einem Briefwahlverfahren ab. Die Stimmunterlagen werden bis Mitte März verschickt, die endgültige Entscheidung fällt am 19. April. Bei einer Zustimmung tritt die Stadt gegen Berlin, Hamburg und München an, um die nationale Nominierung zu erhalten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird den offiziellen deutschen Kandidaten am 26. September 2026 bekannt geben.
Weitere Details zu den Plänen Duisburgs sind unter www.ourwebsite.de/application_olympics abrufbar.
Das Ergebnis des Bürgerentscheids am 19. April wird über die Rolle Duisburgs in der regionalen Olympiabewerbung entscheiden. Bei Erfolg könnten die Duisburger Wettkampfstätten Teil künftiger Spiele werden – die finale DOSB-Entscheidung steht jedoch noch in zwei Jahren an. Das Schicksal der Bewerbung liegt nun in den Händen der lokalen Wähler und des nationalen Wettbewerbs.