27 March 2026, 16:07

Falsche Pässe bei Deutschprüfung: Vier Männer in Köln und Hamburg festgenommen

Altes deutsches Passfoto mit zwei Stempeln auf schwarzem Hintergrund.

Falsche Pässe bei Deutschprüfung: Vier Männer in Köln und Hamburg festgenommen

Die Kölner Polizei hat drei Männer im Alter von 54, 36 und 40 Jahren unter dem Verdacht auf Betrug und Urkundenfälschung festgenommen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, mit gefälschten Pässen an Deutschprüfungen teilgenommen zu haben. Die Festnahme erfolgte in einer Sprachschule in der Stadt. Bei einer damit zusammenhängenden Durchsuchung in Hamburg wurde zudem ein vierter Mann ohne gültige Aufenthaltserlaubnis entdeckt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ermittlungen begannen, als Beamte der Kölner Kriminalkommissariat 35 (KK 35) Hinweise darauf fanden, dass die drei Männer mithilfe gefälschter Pässe an einer Deutschprüfung teilgenommen hatten. Die Dokumente, die ursprünglich aus Guinea, Ghana und Togo stammten, wiesen manipulierte Personaldaten auf. Obwohl die Verdächtigen eigene deutsche Ausweisdokumente besaßen, wird angenommen, dass sie durch Täuschung Sprachzertifikate für Dritte erworben haben.

Bei einer anschließenden Durchsuchung in Hamburg wurde ein 34-jähriger Mann wegen fehlender Aufenthaltsgenehmigung vorläufig festgenommen. Parallel dazu laufen separate Ermittlungen gegen drei weitere Personen im Alter von 44, 36 und 38 Jahren, deren Namen in den gefälschten Pässen auftauchten.

Deutschprüfungen wie der Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) unterliegen strengen Kontrollen durch Behörden wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Zertifikate werden mit amtlichen Unterlagen abgeglichen, um die Einhaltung von Qualitätsstandards und des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) zu gewährleisten. Betrugsversuche fliegen meist auf, wenn die Dokumente diese strengen Prüfungen nicht bestehen.

Die Festnahmen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Betrug im Zusammenhang mit Sprachzertifikaten zu bekämpfen. Die Polizei ermittelt weiter; den Beteiligten des Fälschungsrings drohen rechtliche Konsequenzen. Ob im Laufe der weiteren Untersuchungen zusätzliche Verdächtige identifiziert werden, steht derzeit noch nicht fest.

Quelle