Gefährlicher Sondermüll-Transport auf A30 gestoppt – undichte Fässer und Sicherheitsmängel
Anna SchmittGefährlicher Sondermüll-Transport auf A30 gestoppt – undichte Fässer und Sicherheitsmängel
Gefährlicher Transport: Polnischer Sattelzug mit Sondermüll auf A30 bei Westerkappeln gestoppt
Am Dienstag, dem 25. Februar 2025, hielten Behörden auf der Autobahn A30 bei Westerkappeln einen polnischen Gattungszug auf, der gefährliche Abfälle transportierte. Das Fahrzeug führte 80 Stahlfässer mit einem Gesamtgewicht von 22 Tonnen mit sich, doch schwere Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften führten zu einem sofortigen Eingreifen der Polizei.
Bei der Kontrolle stellten die Beamten zahlreiche Verstöße gegen Transportbestimmungen fest: Viele der Fässer wiesen starke Korrosionsschäden auf, waren in ihrer Struktur geschwächt und undicht. Bei einigen fehlten die vorgeschriebenen Verschlüsse, während sich die geforderten Gefahrgutkennzeichnungen bereits lösten.
Die Ladung war zudem weitgehend ungesichert, sodass die Fahrzeugkonstruktion ein Verrutschen oder Zusammenstoßen der Fässer nicht verhindern konnte. Dadurch bestand ein hohes Risiko für Austritte und die mögliche Freisetzung gefährlicher Stoffe. In der Folge wurde dem 30-jährigen Fahrer die Weiterfahrt untersagt.
Die Polizei begleitete den Lkw zu einer Abfallbehandlungsanlage in Niedersachsen, wo die Fässer vorläufig gelagert und fachgerecht entsorgt werden. Gegen das Transportunternehmen wurden nun Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet; die zu erwartenden Bußgelder bewegen sich im drei- bis vierstelligen Bereich.
Der Vorfall unterstreicht die Gefahren, die von unsachgemäßem Gefahrguttransport ausgehen. Die Behörden haben Maßnahmen ergriffen, um weitere Risiken zu verhindern, und das verantwortliche Unternehmen muss mit finanziellen Sanktionen rechnen. Für Rückfragen steht Konstanze Heine von der Polizei Münster unter der Telefonnummer +49 251 275-1010 oder per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.






