06 May 2026, 06:57

Großrazzia im Ruhrgebiet: Zoll durchsucht Gastronomie wegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit

Gruppe von Polizisten vor einem großen Gebäude mit Fahrzeugen auf der Straße, eine Person mit einer Kamera auf der linken Seite, Bäume, Ampeln, Fahnenmasten und ein klarer blauer Himmel.

Großrazzia im Ruhrgebiet: Zoll durchsucht Gastronomie wegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit

Großrazzia in Duisburg, Oberhausen und Essen am 6. Dezember 2024

In einer groß angelegten Kontrollaktion durchsuchten Zollbeamte am 6. Dezember 2024 Betriebe in Duisburg, Oberhausen und Essen, die im Verdacht stehen, illegale Aktivitäten wie Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit auszuüben. Erstmals arbeiteten in dieser Region mehrere Strafverfolgungsbehörden in einem solchen Umfang zusammen.

An der Aktion beteiligten sich über 70 Zollfahnder, unterstützt von örtlichen Polizeikräften und kommunalen Behörden. Neu war diesmal die Einbindung von Ermittlern des Bundeskriminalamts (BKA). Im Fokus standen vor allem Gastronomiebetriebe wie Cafés, Kioske, Shisha-Bars und ähnliche Einrichtungen.

Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Behörden in zwei Fällen illegale Glücksspielautomaten. In Marxloh wurde in einem Café eine Spielkonsole entdeckt, die gewerblich und ohne Genehmigung genutzt wurde. In Mittelmeiderich konfiszierten die Ermittler einen Spielautomaten mit manipulativer Software.

Die Aktion knüpft an frühere Ermittlungserfolge an. Allein 2023 leitete das Hauptzollamt Duisburg rund 5.900 Verfahren ein, bei denen ein finanzieller Schaden von insgesamt 9 Millionen Euro aufgedeckt wurde. Die darauffolgenden Gerichtsverfahren führten zu Geldstrafen von über einer Million Euro und Haftstrafen von insgesamt mehr als 30 Jahren. Allerdings harren noch fast 80 Fälle aus dem Vorjahr aufgrund von Widersprüchen in den Angaben der Kontrollierten einer weiteren Prüfung.

Die Zollbehörden betonten erneut ihr Engagement im Kampf gegen Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in der Wirtschaft. Die Razzia vom 6. Dezember unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Geschäftspraktiken in der Region konsequent zu bekämpfen. Mit mehreren Beschlagnahmungen und weiteren Ermittlungen in Aussicht bleibt die Strafverfolgung in besonders risikoreichen Branchen Priorität. Die Beteiligung des BKA deutet zudem auf eine verstärkte Zusammenarbeit hin, um die Kontrollen in künftigen Operationen noch wirksamer zu gestalten.

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