12 April 2026, 00:10

H2-Trust: Blockchain soll grünen Wasserstoff transparent und fälschungssicher machen

Blauer Einkaufswagen voller Papiere auf einem Metallbehälter mit Text und einem Wasserzeichen in der rechten unteren Ecke.

H2-Trust: Blockchain soll grünen Wasserstoff transparent und fälschungssicher machen

Neues Digitaltool "H2-Trust" soll grünen Wasserstoff über die gesamte Lieferkette hinweg nachverfolgen

Ein neues digitales Werkzeug mit dem Namen H2-Trust wird entwickelt, um grünen Wasserstoff lückenlos von der Produktion bis zur Endnutzung zu verfolgen. Das System setzt auf Blockchain-Technologie, um fälschungssichere Aufzeichnungen zu erstellen. Mit einer Förderung von 2 Millionen Euro soll es behördliche Kontrollen vereinfachen und die Transparenz auf dem Wasserstoffmarkt erhöhen.

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Das Projekt ist Teil der Forschungsinitiative DUH-IT, die im Rahmen des EFRE/JTF-Programms in Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Sein Kernstück ist ein digitaler Produktpass, der automatisch prüft, ob grüner Wasserstoff die Kriterien der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) erfüllt. Bis Mitte 2026 sollen erste Prototypen mit Industriepartnern getestet werden.

H2-Trust bietet drei Methoden zur Datenerfassung an, die sich an verschiedene Anlagenkonfigurationen und Sensorkapazitäten anpassen lassen. Das System ist als Open-Source-Lösung konzipiert, um die Zusammenarbeit zu fördern und eine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu vermeiden. Aktuell laufen Gespräche mit zwei kleineren Produktionsstätten für Pilotversuche.

Um die Branchenbeteiligung auszuweiten, umfasst das Projekt den "BlockcH2ain"-Transferkreis, der bereits großes Interesse bei regionalen Unternehmen geweckt hat. In den kommenden Jahren strebt H2-Trust an, sich als neutrale, anwendungsorientierte Alternative auf dem Markt zu etablieren.

Das Tool fungiert quasi als "digitaler Fingerabdruck" für Wasserstoff, reduziert den Papierkram und ermöglicht eine zuverlässige Rückverfolgung. Mit den bald startenden Pilottests könnte das Projekt die Überwachung und Zertifizierung von grünem Wasserstoff grundlegend verändern. Der Open-Source-Ansatz und die frühe Einbindung der Industrie deuten auf ein hohes Übernahmepotenzial hin.

Quelle