Köln setzt auf Radwege und Straßenumbauten – doch Haushalt und Personal bremsen aus
Amelie SchmidtKöln setzt auf Radwege und Straßenumbauten – doch Haushalt und Personal bremsen aus
Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr beschließt wegweisende Maßnahmen für Straßen- und Radprojekte
Der Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr hat in seiner jüngsten Sitzung zentrale Beschlüsse zu Straßenumbauten, Radwegen und verzögerten Instandhaltungsarbeiten gefasst. Doch weiterhin bremsen Haushaltskürzungen und Personalmangel die Umsetzung geplanter Vorhaben aus.
Für die Buchholzstraße entschied sich das Gremium für Variante 1, die die bestehende Verkehrsführung unverändert lässt. Zudem wurde das Maßnahmenprogramm 2026–2028 verabschiedet – allerdings werden vorerst nur die Projekte für 2026 umgesetzt.
Ein geschützter Radweg muss nun entlang der Paffrather Straße zwischen Reuterstraße und Stationsstraße gebaut werden. Gleichzeitig stoppte das Kölner Verwaltungsgericht jedoch einen ähnlichen Vorschlag für den Hasenweg in Refrath und setzte damit die Pläne für eine neue Radroute in dem Stadtteil vorerst aus.
Die CDU forderte Änderungen an der Straße „Auf der Kaule“ in Refrath und schlug vor, die Fahrbahn zu verbreitern und die Einbahnregelung aufzuheben, um die Zufahrt für Lkw zu verbessern. Unabhängig davon brachten SPD und Grüne einen Antrag ein, den Entwurf der Verwaltung für Radwege-Upgrades am Lerbacher Weg zu überarbeiten.
Personalmangel bleibt ein zentrales Problem: Das Team für die statische Verkehrssteuerung ist auf eine einzige Mitarbeiterin reduziert – die sich derzeit im Urlaub befindet. Durch Stellenstreichungen fehlt es zudem an Kapazitäten, sodass dringende Straßeninstandhaltungen verschoben werden müssen. Die Sanierung der Leverkuser Straße soll nun erst Ende 2027 beginnen.
Trotz der anhaltenden Herausforderungen werden die beschlossenen Projekte vorangetrieben. Die Radwege an der Paffrather Straße und der Umbau der Buchholzstraße sollen wie geplant umgesetzt werden, während andere Vorhaben an rechtlichen Hürden oder Personalengpässen scheitern. Ohne zusätzliche Mittel oder Personal sind jedoch weitere Verzögerungen absehbar.






