Kölner KI-Übersetzer DeepL plant Milliarden-Börsengang in den USA
DeepL, ein in Köln ansässiges KI-Übersetzungsunternehmen, strebt einen Börsengang in den USA an. Das 2017 gegründete Start-up könnte bei seinem Börsendebut eine Bewertung von bis zu fünf Milliarden Dollar anpeilen. Dies folgt auf eine jüngste Finanzierungsrunde, die den Unternehmenswert nur wenige Monate zuvor auf zwei Milliarden Dollar verdoppelt hatte.
DeepL startete 2017 mit dem Fokus auf KI-gestützte Übersetzungstools. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 100 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Japan und den USA. Die genaue Zahl der Beschäftigten in der japanischen Niederlassung bleibt in öffentlichen Unterlagen jedoch undeklariert.
Im Mai 2024 sicherte sich DeepL 300 Millionen Dollar an Investitionen, wodurch die Bewertung auf zwei Milliarden Dollar stieg. Seither führt das Unternehmen erste Gespräche mit Finanzberatern über einen möglichen Börsengang. Berichten zufolge könnte der Gang an die Börse bereits im kommenden Jahr erfolgen.
Der Schritt fällt in eine Phase, in der ein weiteres deutsches KI-Start-up, Black Forest Labs, laut Medienberichten eine Finanzierungsrunde anstrebt, die es auf rund vier Milliarden Dollar bewerten würde. Gleichzeitig kündigte der Technologiekonzern Nvidia an, bis zu 100 Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren, um Rechenzentren und KI-Infrastruktur auszubauen.
DeepLs geplanter Börsengang wäre ein bedeutender Meilenstein für den KI-Übersetzungssektor. Bei Erfolg könnte das Unternehmen zu einer wachsenden Liste europäischer Technologiefirmen gehören, die den US-Markt erobern. Die angestrebte Bewertung von fünf Milliarden Dollar unterstreicht das rasante Wachstum seit der Finanzierungsspritze im Jahr 2024.






