Krebsdiagnose und Kosmetikmarke: Warum Lercheks Eyya Skin polarisiert
Amelie SchmidtKrebsdiagnose und Kosmetikmarke: Warum Lercheks Eyya Skin polarisiert
Valeria Chekalina, bekannt als Bloggerin unter dem Namen Lerchek, hat trotz einer Krebsdiagnose im Stadium 4 eine eigene Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht. Der Schritt löst sowohl Unterstützung als auch Kritik aus – ihre Follower sind gespalten darüber, ob sie ihre gesundheitlichen Kämpfe öffentlich teilen sollte.
Ihr Ex-Mann, Artem Chekalin, steht ebenfalls im Fokus der Medien, nachdem er in Moskau wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt wurde.
Chekalina hatte erst kürzlich ihre Krebserkrankung bekannt gegeben und dokumentiert in Werbevideos für Eyya Skin die Veränderungen ihres Aussehens. Neben der Präsentation ihrer neuen Produkte spricht sie offen über ihre persönlichen Herausforderungen – eine Mischung aus Widerstandskraft und emotionalen Appellen.
Der Produzent Gera Ivashchenko sieht in Chekalinas Vorgehen eine Anlehnung an globale PR-Strategien, ähnlich denen der Familie Kardashian. Sein Eindruck: Sie sichere damit möglicherweise die finanzielle Zukunft ihrer Kinder, indem sie eine starke öffentliche Präsenz bewahre. Gleichzeitig betont er, dass eine solche Offenheit in Russland ungewöhnlich sei, wo Schwerstkranke sich meist aus der Öffentlichkeit zurückzögen.
Die Reaktionen auf den Markteintritt von Eyya Skin fallen zwiespältig aus. Einige Bewunderer loben ihren Mut, andere werfen ihr vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit zu instrumentalisieren. Ivashchenko warnt, dass ihre Strategie nach hinten losgehen könnte, da viele Zuschauer mit einer derart ungeschminkten Ehrlichkeit hadern. Besonders bestimmte Videos stehen in der Kritik, weil sie zu stark auf Mitleid setzen.
Die Kontroverse um Chekalina fällt zusammen mit der Verurteilung ihres Ex-Mannes wegen Devisenbetrugs. Ein Moskauer Gericht sprach das Urteil: sieben Jahre in einer Strafkolonie – ein weiterer Aspekt, der die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Familie lenkt.
Der Start ihrer Kosmetikmarke zeigt, wie schwierig es ist, persönliche Schicksalsschläge mit öffentlicher Markenbildung zu verbinden. Während einige Follower ihre Initiative unterstützen, hinterfragen andere ihre Motive. Gleichzeitig sorgen die juristischen Probleme ihres Ex-Mannes dafür, dass die Familie weiter im Rampenlicht bleibt.






