KSIs alter Witz über Schwangere löst neue Empörung aus
Ein im Jahr 2017 wiederaufgetauchtes YouTube-Video hat dem Britain’s Got Talent-Juror KSI Kritik eingebracht. In dem Clip macht er einen Witz über Gewalt gegen schwangere Frauen und löst damit scharfe Reaktionen von Hilfsorganisationen für Opfer häuslicher Gewalt aus. Die als beleidigend und verantwortungslos bezeichneten Äußerungen sorgen diese Woche für neue Aufmerksamkeit.
Im Video unterhält sich KSI mit seiner Mutter über Schwangerschaft, die ihn daran erinnert, Verhütungsmittel zu verwenden. Daraufhin antwortet er scherzhaft, dass er, falls eine Frau schwanger werde, „dem Baby einen Schlag versetzen“ würde. Als seine Mutter besorgt reagiert, fügt er hinzu: „Ich mach nur Witze, ich mach nur Witze, ich würde das doch nicht tun, mein Gott.“
Die Organisation Women’s Aid, eine führende Hilfsstelle gegen häusliche Gewalt, verurteilte die Bemerkungen scharf. Eine Sprecherin erklärte, solche „Witze“ verharmlosten Gewalt und seien unter keinen Umständen akzeptabel. Die Normalisierung gewaltverherrlichender Sprache könne schwerwiegende reale Folgen haben.
Eine KSI-nahe Quelle gab später zu, das Video zu bereuen. Die Äußerungen seien „dumm und falsch“ gewesen, doch der ehemalige YouTuber und heutige TV-Juror hat sich bisher nicht öffentlich geäußert.
Die Kontroverse zeigt, wie langfristig die Auswirkungen von Online-Inhalten sein können – selbst Jahre nach ihrer Veröffentlichung. Women’s Aid betont, dass gewaltverherrlichende „Scherze“ die Bemühungen im Kampf gegen häusliche Gewalt untergraben. KSIs Rolle in einer familienfreundlichen Show wie Britain’s Got Talent verschärft zudem die kritische Prüfung seiner früheren Aussagen.






