05 May 2026, 12:03

Merz' erstes Kanzlerjahr endet mit Rekordtief bei Umfragen und Koalitionsstreit

Alte Karte von Stuttgart, Deutschland, die Stadtgrenzen, Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Merz' erstes Kanzlerjahr endet mit Rekordtief bei Umfragen und Koalitionsstreit

Friedrich Merz hat sein erstes Jahr als Bundeskanzler mit historisch niedrigen Umfragewerten – sowohl für seine Person als auch für die Koalition – hinter sich. Die Spannungen haben sich zugespitzt, nachdem er der SPD vorwarf, nicht kompromissbereit zu sein.

Die Zusammenarbeit zwischen Union und SPD steht zunehmend in der Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) bezeichnete den Zustand der schwarz-roten Partnerschaft jüngst als „schlecht“. Gleichzeitig drängt ein Flügel innerhalb der Union Merz dazu, einen härteren Kurs gegen die Sozialdemokraten einzuschlagen.

Obwohl die SPD in zentralen Politikbereichen – etwa bei Migration, Bürgergeld und Renten – bereits Zugeständnisse gemacht hat, haben Merz’ wiederholte Vorwürfe die Konflikte nur weiter angeheizt. Sein Vorgehen riskiert nicht nur weiteren Widerstand der SPD, sondern stärkt auch die Gegenwehr in der eigenen Partei.

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Beobachter raten Merz, sich ein Beispiel an erfolgreichen CDU-Ministerpräsidenten wie Daniel Günther und Hendrik Wüst zu nehmen. Beide führen ihre Koalitionen erfolgreich, indem sie ihren Partnern sichtbare Erfolge zugestehen. Die Berliner Regierung hingegen ringt um die richtige Machtbalance – hier wird die Kunst gefordert, anderen gezielt „Bühnenmomente“ zu überlassen.

Merz’ jüngste Kritik an der SPD gilt vielen inzwischen als strategischer Fehler. Statt die Wogen zu glätten, könnte sein Kurs die Konflikte weiter anheizen – sowohl innerhalb der Partei als auch zwischen den Koalitionspartnern.

Das erste Amtsjahr des Kanzlers war geprägt von sinkender Zustimmung und einer zerrütteten Koalition. Angesichts der bereits geleisteten Kompromisse der SPD und der lauter werdenden Stimmen in der CDU könnte Merz’ konfrontativer Stil die Regierung weiter destabilisieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob ein Strategiewechsel die Schäden noch beheben kann.

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