26 April 2026, 04:04

Millionen sparen: Wie intelligente Netzanbindungen die Energiewende günstiger machen

Plakat für einen 2023-Steuerkredit über bis zu 30% der Kosten für die Installation von Dachsolaranlagen, mit B├Ąumen und einem Geb├Ąude mit Solarpanelen im Hintergrund.

Millionen sparen: Wie intelligente Netzanbindungen die Energiewende günstiger machen

Deutschlands Ausbau der erneuerbaren Energien treibt die Netzkosten in die Höhe

Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) an der Universität zu Köln hat nun einen Lösungsvorschlag vorgelegt, um diese Ausgaben zu senken. Eine aktuelle Studie zeigt: Intelligentere Netzanbindungen könnten jährlich Milliarden einsparen und gleichzeitig die Effizienz steigern.

Netzbetreiber stehen vor wachsenden Herausforderungen, da immer mehr Solar- und Windkraftprojekte ans Netz gehen. Der Ausbau der Verteilnetze bis 2045 könnte Investitionen in Höhe von rund 350 Milliarden Euro erfordern. Ein Großteil dieser Kosten entsteht durch den Anschluss erneuerbarer Energien – je nach Region liegen die Ausgaben zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt.

Laut EWI sind die bestehenden Anreize zur Optimierung der Netzanbindung jedoch unzureichend. Dies führe zu Ineffizienzen und finanziellen Verlusten. Ein zentraler Vorschlag der Forscher: Solar- und Windanlagen sollten an gemeinsamen Netzanschlusspunkten gebündelt werden. Zwar könnte dies die Abregelung von Strom erhöhen, doch ließe sich so jährlich etwa 800 Millionen Euro sparen.

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Noch größere Einsparungen – bis zu 1,8 Milliarden Euro pro Jahr – wären möglich, wenn Solar-, Windkraft- und Batteriespeicher an denselben Anschlusspunkten kombiniert würden. Die gemeinsame Nutzung würde die durchschnittliche Netzauslastung steigern und langfristig den Bedarf an Abregelung verringern. Zudem könnten Batteriesysteme hinter den Netzanschlüssen helfen, Energieverluste zu minimieren.

Allerdings betont das EWI, dass neue Geschäftsmodelle entscheidend seien – etwa zur Finanzierung von Speicherlösungen und zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit gemeinsamer Netznutzung.

Ziel der vorgeschlagenen Maßnahmen ist es, die Kosten für den Netzausbau zu senken und gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Werden die Pläne umgesetzt, könnten gemeinsame Anschlüsse für Solar-, Wind- und Speichersysteme die jährlichen Ausgaben um Milliarden reduzieren. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob Anreize und Investitionsstrategien angepasst werden, um die bestehenden Finanzierungslücken zu schließen.

Quelle