Netflix und die Sussexes: Vom Traumdeal zur enttäuschten Partnerschaft
Amelie SchmidtVorwürfe und schwindendes Vertrauen? - Netflix und die Sussexes: Vom Traumdeal zur enttäuschten Partnerschaft
Die Zusammenarbeit zwischen Prinz Harry, Herzogin Meghan und Netflix scheint nach fünfeinhalb Jahren an Strahlkraft zu verlieren. Was einst als exklusiver Produktionsdeal begann, wurde inzwischen zu einer weniger verbindlichen Vereinbarung heruntergestuft. Berichten zufolge herrscht auf beiden Seiten Frust – Projekte stocken, und das Brancheninteresse lässt nach.
Netflix hatte das Paar Sussex ursprünglich mit einem vielbeachteten Vertrag unter Vertrag genommen, doch die Ergebnisse blieben hinter den Erwartungen zurück. Zwei Filmprojekte – Triff mich am See (Meet Me at the Lake) und Das Hochzeitsdate (The Wedding Date) – befinden sich weiterhin in zäher Entwicklung. Gleichzeitig sitzt der Streaming-Riese auf unsoldierten Produkten im Wert von rund 10 Millionen US-Dollar fest, die mit Meghans Lifestyle-Marke As Ever verknüpft sind.
Interne Spannungen haben zugenommen: Netflix-Insider sollen verärgert über das Auftreten des Paares in Meetings sein. Einige behaupten, Meghan habe Harry unterbrochen oder seine Ideen umformuliert, andere berichten von ihren plötzlichen Abgängen aus Zoom-Calls. CEO Ted Sarandos soll sogar scherzhaft angedeutet haben, ihre Anrufe nur noch entgegenzunehmen, wenn ein Anwalt anwesend sei – was Netflix jedoch dementiert.
Das Unternehmen hat seine Strategie bereits angepasst: Die Kooperation mit As Ever wurde beendet, und der Deal mit den Sussexes wird ab August 2025 zu einer nicht-exklusiven "First-Look"-Vereinbarung herabgestuft. Branchenkenner berichten zudem, dass viele Filmemacher und Agenten mittlerweile die Zusammenarbeit mit Archewell Productions meiden. Möglicherweise geht Netflix davon aus, dass die "royale Geschichte" des Paares ausgereizt ist und setzt stattdessen auf weniger polarisierende Inhalte.
Das zentrale Projekt der Sussexes, Mit Liebe, Meghan (With Love, Meghan), das mit der Marke As Ever verbunden ist, verzeichnete nur begrenzten Erfolg. Während der Deal an Bedeutung verliert, scheint Netflix sich von der einst so vielversprechenden Partnerschaft für hochkarätige Royal-Inhalte zu verabschieden.
Ab kommendem Jahr wird der Netflix-Deal der Sussexes in eine "First-Look"-Vereinbarung übergehen – ein klarer Rückschritt. Mit stockenden Projekten, unverkaufter Merchandise-Ware und schwindendem Brancheninteresse wirkt die Zukunft der Zusammenarbeit ungewiss. Netflix konzentriert sich mittlerweile auf breiter aufgestellte, weniger spaltende Inhalte – die Produktionsambitionen des Paares stehen damit infrage.






