Streit um Ohligser Stadtring: Senioren fordern bessere Busanbindung statt Verkehrsumbau
Amelie SchmidtStreit um Ohligser Stadtring: Senioren fordern bessere Busanbindung statt Verkehrsumbau
Der geplante Ohligser Stadtring in Solingen hat eine neue Debatte ausgelöst, nachdem sich die Grünen Senioren gegen Forderungen ausgesprochen haben, das Projekt zu stoppen. Lokale Vereine wie die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG setzen sich stattdessen für alternative Verkehrslösungen ein – statt für die geplante Ringstraße. Die Grünen Senioren argumentieren, dass diese Vorschläge die Bedürfnisse älterer Bürger vernachlässigen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
Im Mittelpunkt des Streits steht die Lennestraße, wo einige Gruppen eine vollständige Verlegung der Buslinien fordern, um den Verkehr zu reduzieren. Die Grünen Senioren warnen jedoch, dass eine Sperrung der Straße für Busse zur Streichung der Haltestelle "Ohligs Markt" führen würde. Für viele ältere Menschen, so ihre Befürchtung, würde das deutlich längere Fußwege zur nächsten Haltestelle bedeuten – besonders belastend nach dem Einkaufen oder für Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Die Grünen Senioren betonen, wie wichtig der öffentliche Nahverkehr für ältere Bürger bleibt, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder wegen finanzieller Einschränkungen. Sie stellen die Diskussion um den Stadtring als eine soziale Frage dar und bestehen darauf, dass Verkehrsänderungen die Belange der Senioren berücksichtigen müssen. Statt das Projekt aufzugeben, unterstützen sie den im Nahverkehrsplan vorgesehenen Kompromiss: eine Reduzierung des Busverkehrs in der Lennestraße, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der wichtigsten Verbindungen ins Ohligser Stadtzentrum.
Die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG haben in mehreren Anhörungen eigene Alternativvorschläge eingebracht. Dazu zählen zurückgestufte Verkehrsmaßnahmen, die Beibehaltung der bestehenden Straßenführung sowie der Ausbau von Fußgängerzonen. Die Grünen Senioren halten diese Ideen jedoch für unzureichend, da sie die praktischen Herausforderungen älterer Fahrgäste nicht lösten, die auf gut erreichbare Busverbindungen angewiesen sind.
Durch die Haltung der Grünen Senioren bleibt der Stadtring vorerst auf der Agenda – auch wenn der Widerstand anderer lokaler Gruppen anhält. Ihr Hauptanliegen bleibt, älteren Bürgern den einfachen Zugang zu Bussen zu erhalten, insbesondere in der Nähe von Einkaufsbereichen. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die Lennestraße für einen eingeschränkten Busverkehr offenbleibt oder komplett gesperrt wird.






