06 May 2026, 14:10

NRW-Niederlande-Forum diskutiert Energie, Migration und Wachstum in Noordwijk

Karte von Europa mit dem Logo des Europäischen Umweltbüros oben links, schattiert in verschiedenen Grüntönen, um EU-Regionen anzuzeigen.

NRW-Niederlande-Forum diskutiert Energie, Migration und Wachstum in Noordwijk

Zweites NRW-Niederlande-Zukunftsforum: Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft diskutieren Energie, Migration und Wirtschaftswachstum

Beim zweiten NRW-Niederlande-Zukunftsforum trafen sich kürzlich führende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft im Grand Hotel Huis ter Duin in Noordwijk. Im Mittelpunkt der hochkarätig besetzten Veranstaltung standen drängende Themen wie die Energiezusammenarbeit, Migration und wirtschaftliches Wachstum. Ziel des Forums war es, die engen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen weiter zu stärken.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (NRW) eröffnete die Konferenz mit der Betonung, die Niederlande und Nordrhein-Westfalen seien starke Partner und vertraute Nachbarn. Die langjährige Zusammenarbeit beider Regionen sei entscheidend, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen.

In den Diskussionen ging es um den Ausbau der Energiepartnerschaften, die Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität sowie um Migrations- und Sicherheitsfragen. Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, ehemaliger deutscher Botschafter in Frankreich, hob hervor, dass die Teilnehmer übereinstimmend feststellten: „Kein Land kann diese Probleme allein lösen.“

Der frühere Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verglich das Forum mit dem renommierten Évian-Forum und unterstrich dessen wachsende Bedeutung. Jean Asselborn, Luxemburgs ehemaliger Außenminister, erweiterte die Debatte um eine geopolitische Perspektive und diskutierte Europas Rolle in diesen Fragestellungen.

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Auch Wirtschaftsvertreter brachten sich ein: Dr. Leonard Birnbaum (E.ON), Willemien Terpstra (Niederländischer Erdgasverband) und Otto Fricke (FDP) forderten dringende Strukturreformen im Energiesektor. Jan Keller (ASML Holding) und Eva van Pelt (Deutsch-Niederländische Handelskammer) erörterten hingegen, wie sich die beiden Regionen zu Hochtechnologie-Standorten entwickeln könnten.

Ursprünglich war das Forum mehrmals verschoben worden, da hochrangige Regierungskonsultationen zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen nicht wie geplant stattfanden. Dennoch bestätigten die Veranstalter, dass ein gemeinsames Manifest mit politischen Handlungsempfehlungen erarbeitet werde, das beim nächsten Zukunftsforum 2025 finalisiert werden soll.

Die Konferenz festigte die Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden in den Bereichen Energie, Sicherheit und Wirtschaftspolitik. Das geplante Manifest soll vor dem Forum 2025 die gemeinsamen Prioritäten definieren. Beide Seiten wollen die Diskussionen in den kommenden Jahren in konkretes Handeln umsetzen.

Quelle