28 April 2026, 00:09

NRW setzt auf Kameras und Bodycams gegen Gewalt im ÖPNV – doch reicht das?

Eine Gruppe von Menschen, die Fotos von einer Reihe von Bussen auf einer Straße mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund machen.

NRW setzt auf Kameras und Bodycams gegen Gewalt im ÖPNV – doch reicht das?

Sicherheitsmaßnahmen im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen werden ausgeweitet: Mehr Kameras und Bodycams gegen steigende Gewalt

In Nordrhein-Westfalen (NRW) werden die Sicherheitsvorkehrungen im öffentlichen Nahverkehr mit zusätzlichen Kameras und Bodycams verstärkt. Hintergrund ist ein deutlicher Anstieg von Übergriffen auf Mitarbeiter: Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Angriffe registriert. Die Behörden reagieren nun mit einem Ausbau der Überwachung, um sowohl Beschäftigte als auch Fahrgäste besser zu schützen.

Bereits jetzt sind rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in NRW mit Videokameras ausgestattet. Auch neue Busse werden mit Systemen ausgerüstet, die das gesamte Innere überwachen. Das Landesprogramm zur Ausrüstung von 100 Bahnhöfen mit Kameraüberwachung ist fast abgeschlossen – die letzten drei Standorte sollen noch bis Ende dieses Jahres nachgerüstet werden.

Sicherheitsteams, die in Zügen und auf Bahnhöfen patrouillieren, tragen mittlerweile standardmäßig kleine Körperkameras. In Dortmund geht man noch einen Schritt weiter: Dort überwachen Nachtteams live die Videoübertragungen aus einer zentralen Leitstelle. Schon die bloße Ankündigung, eine Bodycam einzusetzen, wirkt oft deeskalierend und reduziert aggressive Vorfälle.

Pilotprojekte im Rheinland haben die Bodycams mit vielversprechenden Ergebnissen getestet. Die Tests zeigten, dass die Geräte Konflikte entschärfen und klarere Beweismittel für Ermittlungen liefern. Künftige Aufrüstungen sollen die Kameraüberwachung auf alle Züge in NRW ausweiten – mit Cloud-Speicherung und möglicherweise KI-gestützter Risikoerkennung für schnellere Reaktionen.

Immer mehr Busse und Züge setzen auf Körperkameras und Überwachungssysteme, um Straftaten abschreckend zu wirken. Ziel ist es, ein sicheres Umfeld für Fahrgäste und Beschäftigte in der gesamten Region zu schaffen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Ausbau der Kamera- und Bodycam-Nutzung erfolgt vor dem Hintergrund weiter steigender Angriffe auf Bahnmitarbeiter. Da mittlerweile die meisten Züge und viele Busse überwacht werden, erhoffen sich die Behörden einen besseren Schutz für das Personal und belastbarere Beweise für Strafverfahren. Weitere Modernisierungen, darunter KI-gestützte Überwachung, sind in den kommenden Jahren geplant, um die Sicherheit nachhaltig zu erhöhen.

Quelle