Polizei Altena ahndet Handy am Steuer und Raserei mit harten Strafen
Anna SchmittPolizei Altena ahndet Handy am Steuer und Raserei mit harten Strafen
Die Polizei in Altena beteiligt sich an einer europaweiten Verkehrskampagne mit dem Namen "Konzentration auf die Straße". Die Initiative, die Teil des Roadpol-Netzwerks ist, soll Autofahrer daran erinnern, aufmerksam zu bleiben und Ablenkungen zu vermeiden. In dieser Woche gehen Beamte gezielt gegen gefährliches Verhalten vor – insbesondere gegen die Nutzung von Handys am Steuer und rücksichtsloses Fahren.
Die Aktion hat bereits zu Strafen für unaufmerksame Fahrer geführt. Bis Mittwoch wurden zwölf Autofahrer mit je 100 Euro Bußgeld belegt, weil sie während der Fahrt ihr Handy benutzt hatten. Jeder Verstoß umfasste zudem eine Bearbeitungsgebühr und einen Punkt in Flensburg.
In der Bahnhofstraße wurden elf Fahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit erwischt. Acht erhielten sofortige Geldstrafen, während gegen drei formelle Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wurden. Besonders auffällig wurde ein 20-jähriger Motorradfahrer.
Der Fahrer, der über keinen gültigen Führerschein verfügte, war dabei beobachtet worden, wie er in der Nähe einer Tankstelle gefährlich überholte. Als die Polizei versuchte, ihn mit Blaulicht und Sirene anzuhalten, flüchtete er. Die Beamten fanden ihn später, nachdem er zu Beginn der Uferstraße die Kontrolle über sein Motorrad verloren hatte.
Weitere Überprüfungen ergaben, dass das Motorrad ein gefälschtes Kennzeichen trug. Dem Mann drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Fahren ohne Führerschein, Kennzeichenmanipulation, fehlender Versicherungsschutz sowie die Teilnahme an einem illegalen Rennen nach § 315d des Strafgesetzbuchs.
Die Aktion "Konzentration auf die Straße" wird von Roadpol koordiniert, einem Netzwerk aus 27 Ländern – allen EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Die Kampagne läuft noch bis Ende der Woche.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, ihr Handy während der Fahrt außer Reichweite zu lassen. Der Aufruf ist Teil umfassender Bemühungen, Unfälle durch Ablenkung zu reduzieren. Wer die Warnungen ignoriert, muss weiterhin mit Bußgeldern, Punkten und rechtlichen Konsequenzen rechnen.






