Rheinmetall-Chef Papperger kauft im Crash – und kassiert 160.000 Euro Gewinn
Lea HartmannRheinmetall-Chef Papperger kauft im Crash – und kassiert 160.000 Euro Gewinn
Rheinmetalls Aktie erlebte in den vergangenen Monaten heftige Ausschläge – mit steilen Kursgewinnen, gefolgt von einem abrupten Einbruch. In der Talfahrt setzte Konzernchef Armin Papperger ein kühnes Zeichen und kaufte Aktien zum ermäßigten Kurs. Sein Engagement zahlte sich schnell aus, als die Papiere wieder stiegen, doch die Unsicherheit über die US-Handelspolitik bleibt ein Damoklesschwert.
Der Turbulenzen begannen, als die US-Zollpolitik verschärft wurde und weltweit für Verwerfungen sorgte. Am „Schwarzen Montag“ stürzte der Rheinmetall-Kurs um 27 Prozent ab und erreichte den tiefsten Stand seit Februar. Auch der DAX gab um über zehn Prozent nach – ein deutliches Zeichen für die tiefe Verunsicherung der Anleger.
Noch am selben Tag erwarb Papperger 669 Aktien seines eigenen Unternehmens zu Preisen zwischen 1.058 und 1.065 Euro pro Stück. Sein Investment belief sich auf rund 710.000 Euro. Die Entscheidung erwies sich als glücklicher Griff: Bereits am folgenden Dienstag kletterte der Rheinmetall-Kurs wieder auf etwa 1.300 Euro. Innerhalb von nur 24 Stunden verbuchte Papperger damit einen Buchgewinn von rund 160.000 Euro.
Auch Privatanleger nutzten den Kurssturz zum Einstieg und trieben die Aktie um bis zu 39 Prozent nach oben. Trotz der Erholung bleiben jedoch Zweifel an der Verlässlichkeit der USA als langfristigem Partner. Bereits im März hatte Papperger zu einem Dialog mit Donald Trump aufgerufen, um die transatlantischen Beziehungen zu schützen.
Seit Jahresbeginn hat sich der Rheinmetall-Kurs um etwa 117 Prozent erhöht. Doch die jüngste Volatilität unterstreicht die Risiken, denen Rüstungsunternehmen angesichts der wechselhaften US-Politik ausgesetzt sind.
Pappergers gut getimter Aktienkauf brachte ihm zwar schnelle Gewinne, doch der Markt bleibt nervös. Rheinmetalls Erholung steht im Kontrast zu anhaltenden Sorgen über Handelskonflikte und deren Auswirkungen auf die Rüstungsbranche. Wie sich das Unternehmen in den kommenden Monaten entwickelt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich diese geopolitischen Risiken weiterentwickeln.






